Auf den Spuren der Berberschätze

Ostermontag, 25. April 2011

09.45 – 10.30 Phoenix
Von Marrakesch in den Hohen Atlas
Ein Film von Annekarin Lammers

Wüste mit Regenbogen bei Ouarzazate. Bild: PHOENIX/ARD-Studio Madrid

Händler Mohamed Benayha ist seit über dreißig Jahren ständig auf der Suche nach den Berberschätzen Marokkos: Den Teppichen, dem Silberschmuck, den schönen Türen. In Marrakesch bietet er seine gefundenen Schätze dann im Souk, dem Zentrum der Stadt mit seinen engen Gassen voller Läden und Geschäfte, an.

Tausende von Kilometern legt er Jahr für Jahr zurück, kurvt von Marrakesch aus über steile Straßen hinauf in den Hohen Atlas oder fährt über holperige Pisten in die Wüste Sahara. Seit über dreißig Jahren ist der Händler Mohamed Benayha unterwegs, immer auf der Suche nach den Berberschätzen Marokkos: Den handgewebten und geknüpften Teppichen, dem alten Silberschmuck, den schönen Türen. In Marrakesch bietet er seine gefundenen Schätze dann im Souk, dem Zentrum der Stadt mit seinen engen Gassen voller Läden und Geschäfte, an.

Die Korrespondentin Annekarin Lammers hat den Händler und seine Frau Fana auf ihren Einkaufstouren in abgeschiedene Orte begleitet. In Dörfer, in denen es weder fließendes Wasser, noch Strom oder Heizung gibt. Vor allem für die Frauen ist das Leben dort hart und entbehrungsreich. Alles machen sie per Hand: Brot backen, Wäsche waschen, Holz sammeln, Wolle spinnen, Teppiche knüpfen. Es ist wie ein Ausflug ins Mittelalter. Für viele Frauen ist der fahrende Händler Benayha die einzige Möglichkeit, ein bisschen Geld zu verdienen. Deshalb freuen sie sich, wenn er kommt, sind aber gleichzeitig empört, wenn er ihnen für monatelange Arbeit nur ein paar Dirham zahlen will.

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