Ausgebeutet und missbraucht

Samstag, 27. August 2011

18.45 – 19.15 Phoenix
Kinderarbeit in Marokko. Reportage von Annekarin Lammers.

Marokko ist gerade für die Deutschen ein beliebtes Reiseziel. Kaum ein Tourist ahnt jedoch, dass hier Kinder wie Sklaven gehalten und zur Arbeit gezwungen werden.Bild: PHOENIX/ARD-Studio Madrid/Anneka

Marokko ist gerade für die Deutschen ein beliebtes Reiseziel. Kaum ein Tourist ahnt jedoch, dass hier Kinder wie Sklaven gehalten und zur Arbeit gezwungen werden.

Offiziell ist Kinderarbeit verboten. Wer trotzdem Kinder unter 15 Jahren beschäftigt, wer sie misshandelt und ausbeutet, wird bestraft. Im Privathaushalt wird Kinderarbeit jedoch noch immer toleriert und kaum verfolgt.

Kleine Mädchen – oft erst sechs Jahre alt – arbeiten als Hausmädchen. In Marokko gibt es dafür einen regelrechten Markt. Die kleinen Mädchen verschwinden in den Haushalten, müssen tagein tagaus arbeiten, ohne freie Tage, ohne Rechte. Sie werden geschlagen und missbraucht.

Hasna, zehn Jahre alt, war so ein Dienstmädchen. Sie hatte Glück und konnte ihren Dienstherren entfliehen. Sie lebt nun in der Obhut einer Kinderhilfsorganisation in Casablanca. ARD-Korrespondentin Annekarin Lammers hat Hasna und zwei weitere ehemalige junge Hausmädchen zu ihren Heimatdörfern begleitet. Sie wollte wissen, was Eltern dazu bringt, ihre Kinder als Dienstmagd zu verdingen. Kinderhilfsorganisationen schätzen, dass es in Marokko über 60.000 kleine Mädchen gibt, die als ‚petites bonnes’ also als kleine Hausmädchen arbeiten müssen.

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