Bauen und Leben mit Lehm

Montag, 13. Juni 2011

16:45 – 17.35 Arte
Dokumentation, Südkorea 2006, Regie: Park Bong-nam

Während der Glanzzeit Timbuktus erbaute der berühmte andalusische Architekt Abu Isa Essaheli dort die Djingareyber-Moschee - ausschließlich aus Lehm. Bild: ARTE F

Seit Jahrtausenden bauen die Menschen Häuser aus Lehm, und noch heute sind es 30 Prozent der Weltbevölkerung, die sich dieses natürlichen Baumaterials bedienen und damit eine bedeutende Bautechnik wahren, aber auch wiederbeleben. Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach der ursprünglichen Behausungsform, bei der Sonne und Mond und die vier Elemente harmonisch zusammenwirken.

Der über 4.000 Kilometer lange Niger entspringt in den Bergen Guineas und fließt in einem großen Bogen durch Mali und den südlichen Teil der Sahara, Benin, Niger und Nigeria, bevor er in den Golf von Guinea mündet. Entlang dieses Flusses entstanden viele Königreiche und Städte, die eine bis heute einzigartige Lehmarchitektur hervorbrachten.

So auch Timbuktu in Mali. Die frühere Handelsstadt liegt am südlichen Rand der Sahara. Während ihrer Glanzzeit erbaute der berühmte andalusische Architekt Abu Ishap Es-Saheli Altouwaidjin dort die Djingareyber-Moschee – sein einziges Baumaterial: Lehm! Dieser außergewöhnliche Moscheestil aus dem 14. Jahrhundert verbreitete sich von dort aus später in ganz Westafrika, wo diese Lehmarchitektur die islamische Baukunst und Kultur verkörpert.

Oder das befestigte Dorf Aït-Ben-Haddou in Marokko, das aus ineinander verschachtelten Kasbahs besteht und eine große Wohnburg bildet. Die erdfarbene Siedlung leuchtet im Sonnenlicht in den herrlichsten Farbschattierungen. Es heißt, Aït-Ben-Haddou sei von einem Mann namens Aïssa errichtet worden, für dessen Nachfahren sich die Dorfbewohner halten. Sie leben noch immer dort mit ihren Familien und bewahren das Erbe ihrer Vorfahren. Aït-Ben-Haddou wurde als Wiege der Lehmarchitektur in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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