Der afrikanische Patient – Wunderheiler China?

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Montag, 26. April 2010

21.00 – 21.45 Das Erste
Film von Birgit Virnich

Noch nie stand das Entwicklungshilfesystem so in der Kritik. Deutschland sei kein Weltsozialamt, so der frischgebackene deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel auf seiner ersten Afrikareise. Was ist schief gelaufen in 50 Jahren Entwicklungshilfe? Der kenianische Wirtschaftswissenschaftler James Shikwati macht sie mitverantwortlich für die Bettelmentalität und fehlende Eigeninitiative der Afrikaner. Profiteure des Systems seien letztlich Despoten und eine heuchlerische Hilfsindustrie. Er glaubt, dass Afrika nur aus eigener Kraft sein Armutsproblem lösen kann, und zwar mit Hilfe der Chinesen, die Afrikas marode Infrastruktur entwickeln.

Erste Schritte auf der neuen Teerstraße. Bild: WDR/Klaus-Peter Baum

Eine Straße von Kairo nach Kapstadt. Das war der größte Traum der britischen Kolonialherren. Jahrzehnte später scheint die Supermacht von morgen, die Chinesen, diesen Menschheitstraum in die Realität umzusetzen. „Erst eine Straße führt zu Reichtum“, so ein altes chinesisches Sprichwort.

Die langjährige ARD-Afrika-Korrespondentin Birgit Virnich und ihr Kamerateam sind Tausende Kilometer quer durch Kenia, Sambia und Angola gereist auf den Straßen, die die Chinesen derzeit in ganz Afrika bauen. Keiner hat in den letzten Jahren so viel Geld in die Infrastruktur Afrikas investiert wie die Chinesen. Doch welche Rolle spielen sie in Afrika? Sind sie die neuen Kolonialherren und politischen Partner korrupter Despoten oder ebnen sie afrikanischen Unternehmern den Weg in die globalisierte Weltwirtschaft?

Während der Westen Afrika als kränkelnden Patienten behandelt, sieht China Afrika als Global Player, voller Reichtum, Rohstoffe, Absatzmärkte. Wo sind die Lücken auf dem Zukunftsmarkt Afrika und wie will der neue deutsche Entwicklungsminister zukünftig die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika gestalten? Kann es sich Deutschland leisten, Afrika wirtschaftlich den Chinesen zu überlassen? Diesen Fragen geht der Film nach und skizziert die Strategie der neuen Supermacht China und die Mängel westlicher Geberpolitik.

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