Kakao aus der Elfenbeinküste

Mittwoch, 14. Oktober 2015 | 15.50 – 16:15 Arte

Fair handeln (3/5), Dokumentationsreihe, Deutschland, 2014, Regie: Sibylle Smolka.

In der Elfenbeinküste besucht Hannes Jaenicke eine Kakaobäuerin, die ihm alle notwendigen Arbeitsschritte erklärt und auf deren Plantage es dank des fairen Handels keine Kinderarbeit gibt.
Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.

Fair gehandelter Kakao steckt leider immer noch in den Kinderschuhen. Bild: ZDF/Thomas Henk Henkel

Fair gehandelter Kakao steckt leider immer noch in den Kinderschuhen.
Bild: ZDF/Thomas Henk Henkel

 

Aus der Elfenbeinküste kommt der größte Teil des Kakaos für die in Europa verkaufte Schokolade. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Handel mit Kakao und Schokoladen-Grundstoffen weltweit nur noch auf wenige Unternehmen. Diese Monopolstellung, aber auch Börsenspekulationen beeinflussen den Kakaopreis – und damit die Einnahmen der Kakaobauern.

Die Kakaobäuerin Emma baut seit 20 Jahren Kakao an. Seit vier Jahren ist sie Mitglied einer Kooperative, die ihr den Kakao zu fairen Bedingungen abkauft. Emma hat sechs Kinder und zehn Enkelkinder. Die jüngeren Kinder und alle Enkelkinder gehen zur Schule, statt wie in der Branche üblich beim Kakao-Anbau und der Weiterverarbeitung zu arbeiten. Bei Emma gibt es keine Kinderarbeit, denn die Mitglieder der Kooperative helfen sich gegenseitig. Alle, die für den fairen Handel arbeiten, verdienen genug, um davon bescheiden leben zu können. Aber das ist beim Kakaoanbau in der Elfenbeinküste noch eine große Ausnahme.

Hannes Jaenicke besucht die Kakaobäuerin Emma während der Ernte. Sie zeigt ihm, wie die Kakaobäume gepflegt werden müssen und welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis die Kakaobohnen das typische Schokoladenaroma entwickeln. Und sie erzählt ihm, wie der faire Handel ihr Leben verändert hat und was sie sich in Zukunft für ihre Familie noch wünscht.

Zusatzinfo:
Viele Waren des täglichen Bedarfs, die in Europa gekauft werden, kommen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Das geht fast immer zulasten der Produzenten. Internationale Konzerne machen gigantische Gewinne, die Bauern vor Ort bleiben arm. Eine Alternative bieten die Waren aus gerechtem Handel, deren Umsatz in Europa steigt. Seitdem fair gehandelte Waren auch im Supermarkt und beim Discounter angeboten werden, hat sich der Umsatz verzehnfacht.
Bauernfamilien und Plantagenarbeiter in den Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen Zwischenhandels. Der faire Handel bietet den sonst Benachteiligten die Möglichkeit, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Der Schauspieler Hannes Jaenicke hat Kleinbauern und Produzenten auf der ganzen Welt besucht, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.

Bild: ZDF/Thomas Henk Henkel

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