Kenia – Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Samstag, 24. Oktober 2015 | 14:55 – 15:40 Arte

Dokumentationsreihe, Deutschland, 2013, MDR, Regie: Joachim Förster 360°.

Diese Folge begleitet den achtjährigen Moseka aus Kenia auf seinem Schulweg durch die wilde und gefährliche Savanne.

Sie fahren in kleinen Schilfkanus über den größten See der Welt, riskieren ihr Leben in ramponierten Seilbahnen oder kämpfen sich bei minus 50 Grad Celsius durch die Eiswüste. Ihre Pfade führen sie durch spektakuläre Naturlandschaften, sie tragen teilweise nicht einmal Schuhe und manchmal dauert es Tage, bis sie ihr Ziel erreichen: Schüler auf dem Weg zur Schule. In fünf spektakulären Filmen zeigt ARTE „Die gefährlichsten Schulwege der Welt“.

Moseka (li.) und Soile (re.) würden es nicht schaffen, jeden Tag zur Schule und zurück zu laufen. Sie suchen sich unter der Woche einen Schlafplatz in Schulnähe. Ihre Eltern sehen sie nur am Wochenende. Bild: MDR / © Maximus Film GmbH

Moseka (li.) und Soile (re.) würden es nicht schaffen, jeden Tag zur Schule und zurück zu laufen. Sie suchen sich unter der Woche einen Schlafplatz in Schulnähe. Ihre Eltern sehen sie nur am Wochenende. Bild: MDR / © Maximus Film GmbH

 

Um 6.00 Uhr morgens bricht die Dämmerung über die Savanne herein: Der achtjährige Moseka wacht bereits seit zwei Stunden über die Ziegen und Kühe seiner Familie. Er muss sie vor Hyänen, Löwen und anderen wilden Tieren beschützen. Mit dem Ende der Nachtwache beginnt für den Massai-Jungen der Schulweg quer durch die wilde Savanne Kenias. Hier leben wilde Tiere wie Löwen, Hyänen und Elefanten, die sich in den Büschen und Wäldern verstecken. Stets müssen die Schüler mit plötzlichen Angriffen wilder Tiere rechnen. Vor allem die zahlreichen Elefanten zählen für die Massai zu den bedrohlichsten Tieren der Wildnis. Hier gilt es, die von klein auf gelernten Überlebenstaktiken anzuwenden.

Die Schüler laufen auf den staubigen und trockenen Straßen der Dornsavanne zur Schule, Hunger und Durst sind ihre ständigen Begleiter. Doch es gibt auch Momente kindlichen Übermuts: Wenn die Kleinsten den Antilopen, Gazellen oder Gnus hinterherjagen, haben sie den gleichen Spaß wie andernorts Kinder, die Großstadttauben nachrennen. Eigentlich ist für solche Trödeleien keine Zeit, denn der Weg dauert lange – manche Kinder sind vier Stunden unterwegs, bis sie in der Schule ankommen. Kleine Oasen auf dem Weg sind trügerisch. Sie sind nicht nur für die Schulkinder eine wichtige Wasserquelle, sondern auch für die wilden Tiere wie Giraffen, Löwen und Hyänen.

Regisseur Joachim Förster begleitete die Massai-Kinder zwei Wochen lang auf ihrer täglichen Safari zur Schule.

Zusatzinfo:
Die fünfteilige Dokumentationsreihe „Die gefährlichsten Schulwege der Welt“ taucht ein in die verschiedenen Kulturen der Welt. Sie dringt zu Menschen vor, die in noch völlig ursprünglichen und von der Zivilisation beinahe unentdeckten Landschaften leben und sich im Einklang mit ihnen befinden. Artenreichtum, extreme Wetterverhältnisse und die geografische Einzigartigkeit prägen die Landschaften und das Leben der dort ansässigen Menschen. Die einzelnen Folgen begleiten die Schulkinder der unterschiedlichen Regionen, beginnend in ihrem Lebensumfeld über den Schulweg bis in die unterschiedlichen Schulen. Klettern, balancieren, leiden: Alles für das eine Ziel – ein besseres Leben.

Bild: MDR / © Maximus Film GmbH

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2 Kommentare
  1. Beate T.
    schrieb am 1. August 2017 um 22:05 Uhr: | Antworten
  2. Jennifer K.
    schrieb am 18. März 2017 um 20:10 Uhr: | Antworten

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