Namaqualand

Mittwoch, 11. September 2013

16.55 – 17.45 3sat
Der Blumengarten Afrikas. Film von Lynne und Philip Richardson.

Ein Stück karger Wüstenboden in Afrika wandelt sich regelmässig einmal im Jahr zu einer traumhaften Landschaft. - Blumenfeld mit den südafrikanischen Korbblütern (Gorteria diffusa). Bild: PHOENIX/WDR/ORF/Richardson

In Afrika gibt es ein Land, das zwei extreme Gesichter hat. Bei Hitze und Trockenheit verlangt es seinen Bewohnern alles ab, doch wenige Frühlingstage im Jahr verwandelt es sich in ein Blütenmeer, das auf der Erde einmalig ist und Nahrung im Überfluss bietet – Namaqualand, benannt nach dem Hirtenvolk der Nama. (Bild: PHOENIX/WDR/ORF/Richardson)

In wenigen Tagen schießt eine paradiesische Vielfalt aus dem Boden, die auf der Erde absolut einmalig ist – Milliarden Blüten in unzähligen Farbtönen. Jede zweite Pflanzenart kommt nirgendwo sonst auf der Welt vor. Das ist Namaqualand – der Blumengarten Afrikas. Zwischen der Namib-Wüste im Norden und der fruchtbaren Kapregion im Süden schmiegt sich Namaqualand an die Atlantikküste.

Dank dieser Sonderstellung erleben die Region und ihre Bewohner jedes Jahr einen besonders intensiven Frühling. Benannt ist es nach den Nama, deren Vorfahren schon vor Jahrhunderten mit Schaf- und Ziegenherden über die Blumenwiesen zogen. Erdmännchen finden in dem Dickicht aus Goldblumen und Kapkörbchen mehr Insekten als sie fressen können.

Bienen und Käfer stürzen sich auf die vielfältigen Verlockungen aus Nektar und Blütenstaub. Doch die Blütenpracht ist von kurzer Dauer, denn nach wenigen Wochen verwandelt sich das größte Blumenmeer der Welt in eine unwirtliche Wüste. Nach der Zeit des Überflusses müssen sich alle Bewohner auf die endlosen Monate der Trockenheit einstellen. Wer kann, verlässt diese Hölle. Und für die Zurückbleibenden wird es immer schwerer.

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