Nigeria – zwischen Traum und Albtraum

Sonntag, 05. Februar 2012

21.45 – 22.30 Phoenix
Ein Film von Peter Schreiber.

Sand aus der Lagune ist der Baustoff für die Megacity Lagos. In minutenlangen Tauchgängen holen die "Sandminers" - ohne Luft zu holen - den Sand aus dem 3 bis 4 Meter tiefen Wasser. Ein Knochenjob und lebensgefährlich dazu. Die Sandtaucher sind in der Regel Gastarbeiter aus dem Nachbarland Benin. Bild: PHOENIX/ARD-Studio Nairobi

Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat die produktivste Filmindustrie, die größten Kirchen und die mächtigsten Sultane südlich der Sahara. Mehr als 150 Millionen Menschen leben in dem Vielvölkerstaat Nigeria – ein Land der Träume und Albträume. (Bild: PHOENIX/ARD-Studio Nairobi)

In „Nollywood“ werden jedes Jahr über 2000 Filme produziert. Eine Traumfabrik der Hinterhöfe, die mit ihren Billigproduktionen den Nerv von Millionen trifft. In „Prayer City“ steht eine Erweckungskirche neben der anderen. Jedes Gotteshaus fasst mehrere tausend Gläubige, die hier auf Wunder hoffen.
In der Zehn-Millionen-Stadt Lagos stehen Slums aus Pfahlbauten neben einer Zukunftsstadt, die aus dem Lagunensand gestampft wird.

Peter Schreiber und sein Team sind den Träumen und Albträumen gefolgt – vom trockenen Norden in der Sahelzone bis ins ölverschmutzte Niger-Delta im Süden. Sie treffen den Sultan von Sokoto, das kirchliche Oberhaupt von siebzig Millionen Muslimen und Bischof Okokwo, der in seiner Pfingstkirche eine riesige Marketing-Maschinerie betreibt.

Ein Blick hinter die Kulissen von Nigerias Filmindustrie zeigt, wie Träume gemacht werden. Der Alltag von Arbeitern in einer Stoff-Färberei oder von Fischern, die der Ölboom arbeitslos gemacht hat, sieht aber anders aus. Ein hartes Leben, gäbe es nicht auch die Musik: traditionelle Trommeln im Norden, eine spontane Reggae-Session im Slum oder den fetzigen Rap in einem Nobelclub von Lagos.

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