Ohne Pfeil und Bogen

Donnerstag, 31. Mai 2012

16.45 – 17.30 Arte
Buschmänner in der Kalahari. Deutschland, 2011, MDR. Regie: Cornelia Volk, Jürgen Jozefowicz.

!Xhe !Xhau Guma ist Rinderhüter, versorgt aber auch ein gutes Duzend Löwen des Großfarmers. Bild: MDR / Tarina Jozefowicz

Seit mehr als 20.000 Jahren leben die Buschmänner – oder San, wie sie auch genannt werden – in der Kalahari, der großen Wüste, die heute zu Namibia, Botswana und Südafrika gehört. In der jüngsten Vergangenheit hat sich die Welt des ältesten Jäger- und Sammlervolks der Erde radikal verändert. In der Dokumentation erzählen drei Buschleute aus Botswana, wie sie den Herausforderungen der Gegenwart begegnen. (Bild: MDR/Tarina Jozefowicz)

Die Kalahari liegt im Südwesten Afrikas auf dem Staatsgebiet von Namibia, Botswana und Südafrika und zählt zu den größten Wüsten der Erde. Seit 20.000 Jahren ist sie die Heimat der Buschmänner oder auch San. Drei Angehörige dieses Volkes hat die Dokumentation durch ihren Alltag begleitet, der sich in der jüngsten Vergangenheit grundlegend gewandelt hat.

!Xhe !Xhau Guma arbeitet als Rinderhüter auf einer modernen Großfarm. Den Lendenschurz zieht der 50-Jährige nur noch für Touristen an. Auf Spaziergängen durch den Busch zeigt er ihnen, wie seine Vorfahren in der Kalahari gelebt und überlebt haben. Seit !Xhe !Xhau mit dem über Jahrhunderte gesammelten Wissen der Buschleute Geld verdient, interessieren sich auch seine Kinder wieder verstärkt für die Vergangenheit.

Bulanda Thamae hat Tourismus-Management studiert sowie zahlreiche Länder bereist und entwickelt nun immer neue Ideen, um das Leben der San in ihren kleinen Gemeinden zu verbessern. Die 33-Jährige vermarktet traditionellen Schmuck aus Schalen von Straußeneiern, den sie mit Frauen in ihrem Heimatdorf West Hanahai anfertigt. Der Erlös aus dem Verkauf von Ketten und Armbändern ermöglicht den Buschleuten mehr Unabhängigkeit von staatlicher Unterstützung.

Im Gemischtwarenladen von Kacgae gibt es alles, was die ansässige Bevölkerung benötigt. Es ist das erste genossenschaftlich geführte San-Unternehmen in Botswana. Seit Jahren schreibt es schwarze Zahlen. Davon profitieren auch die 126 Schulkinder im Dorf. Sie bekommen jetzt täglich zwei Mahlzeiten. Gert Saidoo ist Vorsitzender der Kooperative. Nur mit Wissen und Qualifikation, so der 36-Jährige, kann man in der modernen Welt bestehen.

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