Ohne Wasser kein Leben

Montag, 08. August 2011

22.15 – 23.00 Phoenix
Ein Film von Oliver Mayer-Rüth, Peter Schreiber und Peter Kunz

Singapur macht aus der Not eine Tugend. Der Stadtstaat mit knapp 5 Millionen Einwohnern hat kein eigenes Wasservorkommen. Mit konsequenter Forschung hat Singapur das Brauchwasser als Rohstoff für sich entdeckt: Mit neuster Technologie wird es zu hochreinem und trinkbarem sogenannten NEWater gemacht. So lockt Singapur als selbst ernannte Weltwasserhauptstadt jedes Jahr hunderte von Wissenschaftlern und Politikern aus aller Welt an. Bild: PHOENIX

Ohne Wasser kann niemand überleben: kein Mensch, kein Tier, keine Pflanze. Nirgends – auf der ganzen Welt nicht. In diesem Mein Ausland-Spezial erzählen fünf Korrespondenten von ARD und ZDF aus mehreren Kontinenten Geschichten über das Lebenselixier Wasser.

Da geht es zum einen um Wasser als politisches Druckmittel: Israel zum Beispiel verweigert den Palästinensern im Gaza-Streifen den Zugang zum Wasser, während viele Israelis ihre Felder mit Sprinkleranlagen bewässern oder aufwändige Gartenlagen und Swimmingpools unterhalten. Während der palästinensischen Bevölkerung pro Person täglich knapp 70 Liter Wasser zu Verfügung stehen, sind es in Israel mehr als 300 Liter. In einigen ländlichen palästinensischen Gegenden müssen die Menschen sogar mit kaum mehr als 20 Litern am Tag überleben.

Afrika kämpft seit Jahren mit zunehmender Trockenheit. Das führt auch zu sozialen Spannungen. So toben in Kenia, um den Turkana-See herum, Stammeskriege wegen der extrem knappen Wasserressourcen. Denn in dieser Halbwüste können nur die Nomaden überleben, die mit ihren Herden von einer Wasserstelle zur anderen ziehen. Rinder werden gegen Kalashnikovs getauscht und mit denen wiederum die wenigen Wasserstellen bewacht. Es ist ein Kampf ums Überleben.

In Nord-China weitet sich die Wüste Gobi unaufhaltsam aus. Die Sanddünen wachsen und wandern unaufhaltsam Richtung Süden. Bis Peking sind es nur noch knapp 70 Kilometer. Es regnet nicht, die Flüsse trocknen aus und so können die Bauern ihr Land nicht mehr bestellen. Sie haben keine Lebensgrundlage mehr.

Singapur macht aus der Not eine Tugend. Der Stadtstaat mit knapp 5 Millionen Einwohnern hat kein eigenes Wasservorkommen. Mit konsequenter Forschung hat Singapur das Brauchwasser als Rohstoff für sich entdeckt: Mit neuster Technologie wird es zu hochreinem und trinkbarem so genannten NEWater gemacht. So lockt Singapur als selbst ernannte Weltwasserhauptstadt jedes Jahr hunderte von Wissenschaftlern und Politikern aus aller Welt an.

In New York hat sich der Multimillionär Scott Harrison einer neuen Lebensaufgabe gewidmet. Auf einer seiner Reisen in Westafrika realisierte er, dass der Mangel an sauberem Trinkwasser zu Armut, Elend und Krankheiten führt. Seitdem hat er sich zum Ziel gesetzt, Menschen in benachteiligten Regionen mit Trinkwasser zu versorgen. Dazu veranstaltet er riesige Partys und sammelt dabei Millionen-Beträge. Diese investiert er dann in Trinkwasseranlagen. So will er dann Pumpe für Pumpe die Welt verändern.

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