Okavango – Der Fluss der Krokodile

Dienstag, 16. Dezember 2014 | 18:25 – 19:10 Arte

Dokureihe (3/7), Frankreich 2010. Regie: Luc Marescot.

Der Film folgt dem rund 1.800 Kilometer langen Okavango, der in Angola entspringt, vom Mittellauf in Namibia bis in die Kalahari-Wüste in Botsuana. Im Trockengebiet der Kalahari bietet das Okavango-Becken einen paradiesischen Lebensraum für unzählige Tierarten.

Elefanten beim Bad im Okavango. Bild: ARTE

Elefanten beim Bad im Okavango.
Bild: ARTE

Der in Angola entspringende Okavango fließt durch Namibia und endet in der Kalahari-Wüste von Botsuana. In dieser Region ohne jegliche Erhebung teilt er sich in Hunderte von mäandernden Kanälen mit vielen Inseln. Die Tatsache, dass der rund 1.800 Kilometer lange Fluss nie das Meer erreicht, sondern in der Wüste versickert, ist einem seltenen geologischen Phänomen geschuldet: Der Boden der Kalahari ist so porös, dass er das Wasser des Okavango aufsaugt. Dadurch wird die an sich vollkommen dürre Region bewässert und fruchtbar gemacht.

Und so bringt der Okavango der Wüste überquellendes Leben: Löwen, Elefanten, Flusspferde, unterschiedlichste Vogelarten, Antilopen und Krokodile machen das bis zu 16.000 Quadratkilometer große Okavango-Delta zu einem Garten Eden, in dem die außergewöhnlichsten Tiere leben.

Ein streng bewachtes Paradies, denn die einzigartige Artenvielfalt dieses Ortes muss geschützt werden. Auf der Reise entlang der Flusswindungen zeigt die Dokumentation einige der Menschen, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben, darunter Wissenschaftler, die sich für die üppige Natur der Region begeistern. Aber das Wasser des Okavango weckt viele Begehrlichkeiten. Sein Delta ist von einem Staudammprojekt bedroht, das die Bewässerung der Nachbarländer ermöglichen soll. Somit bleibt dem Paradies des Okavango vielleicht nur eine Gnadenfrist.

Die Dokumentationsreihe „Flüsse der Welt“ geht auf eine spektakuläre Entdeckungsreise zu den Riesen unter den Flüssen. Jeder der sieben Filme porträtiert einen anderen Strom, vom Nil bis zum Mekong, und stellt Menschen vor, deren Leben untrennbar mit den Flüssen verbunden ist.

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