Schatten der Wüste: Salzkarawanen im Niger

Montag, 25. Juli 2011

15.15 – 16.00 NDR
Von Bettina Haasen

Salzkarawane auf dem Weg durch die Ténéré, die größte Trockenwüste der Erde. Bild: NDR/SWR/Filmquadrat/Ralph Wilhelm

Die Kamera begleitet Nomadenjungen Djibrilla auf seinem Initiationsweg ins Erwachsenenalter und erzählt mit faszinierenden Bildern von einem fast schon vergessenen, archaischem Handels- und Transportunternehmen – der Salzkarawane.

Niger in Westafrika ist das Land der Salzkarawanen. Der Film erzählt die Bewährungsprobe des dreizehnjährigen Nomadenjungen Djibrilla, der zum ersten Mal mit einer Kamelkarawane unterwegs sein wird. Er ist der Jüngste in der Gruppe von acht Männern, die in nur 30 Tagen 1000 Kilometer zu Fuß zurücklegen müssen.

Vor ihnen liegt die Téneré, die größte Trockenwüste der Erde. Ziel ist die Oase Bilma, ein Jahrhunderte alter Handelsplatz, wo es das begehrte Salz gibt, das die Karawanenhändler gegen Gemüse und Datteln eintauschen werden. Ihre Expedition will genau geplant sein, denn Sandstürme oder zu wenig Wasser und Nahrung könnten einen tödlichen Ausgang bedeuten.

In der Karawane herrscht eine strenge Hierarchie. An der Spitze steht der „Madugu“, ein erfahrener Karawanenführer. Ihm unterstehen vier weitere Kamelführer, ein Geschichtenerzähler, ein Viehfütterer, ein Koch – und der Neuling Djibrilla, der die Aufgabe des Teejungen übernimmt. Um in die Gemeinschaft der Karawanenmänner aufgenommen zu werden, muss er sich auf der Reise immer wieder aufs Neue behaupten und das „asheq“, das Wertesystem der Tuareg, lernen. Er wird die Einsamkeit der kalten Wüstennächte kennen und die Spuren im Sand lesen lernen. Noch nie war er so lange von seiner Familie getrennt.

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