Stimmen aus dem Iran

Dienstag, 14. Juni 2011

20:15 – 21.40 Arte
Dokumentarfilm, Frankreich 2010, Regie: Manon Loizeau

Der Aufruhr der iranischen Jugend, die im Juni 2009 als Erste ein Zeichen gesetzt hatte, ist vorerst erstickt worden. Bild: ARTE F / © Manon Loizeau

Im Juni 2009 rebellierte die iranische Jugend. Sie zweifelte das Ergebnis der Präsidentschaftswahl an und lehnte sich gegen das Regime auf. Ihre Forderungen verbreiteten sich nach Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen und Algerien. Doch ihr Aufruhr ist vorerst erstickt worden, der Iran hat wieder dichtgemacht und verbietet zum Beispiel ausländischen Filmteams das Drehen. Der Dokumentarfilm von Manon Loizeau ist ein Dialog von „dort“ und „hier“.

Ein Wind der Freiheit weht in der arabischen Welt, die Völker nehmen ihr Schicksal in die Hand und bringen die Diktatoren zu Fall. Doch der Aufruhr der iranischen Jugend, die im Juni 2009 als Erste ein Zeichen gesetzt hatte, ist vorerst erstickt worden.

Damals hatte sie sich gegen das starre, theokratisch geprägte Regime aufgelehnt, größere Freiheit und das Ende der Korruption gefordert, vor allem aber das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni angezweifelt. Viele ihrer Forderungen wurden auch in Tunesien und Ägypten erhoben und sind jetzt in Libyen, im Jemen und in Algerien laut geworden.

Die jungen Iraner waren die Ersten, die ihre Revolte mit den eigenen Handys filmten, die Bilder auf dem Internet-Videoportal YouTube veröffentlichten und in Twitter und Facebook über ihre Unterdrückung berichteten. Heute macht der Iran wieder dicht. Ausländische Filmteams sind dort nicht zugelassen. Wie soll man von außen erzählen, was im Land vor sich geht? Der Dokumentarfilm ist ein Dialog zwischen „dort“ und „hier“.

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