Über den Inseln Afrikas: Kapverden

Freitag, 01. Februar 2013

19.30 – 20.15 arte
Dokumentationsreihe, Deutschland 2011, SWR, Regie: Christian Schidlowski

Gasse im Fischerdorf São Pedro. Bild: SWR / © SWR/Stéphane Ducandas

Fünf Fotografen sind auf der Suche nach spektakulären Motiven für einen Bildband über Afrikas Inseln. Ein Kamerateam hat sie auf ihren abenteuerlichen Reisen begleitet, die sie rund um den afrikanischen Kontinent führen. Die fünfte Folge der Reihe führt den Fotografen Stéphane Ducandas und den Piloten Richard Meredith-Hardy auf die Kapverden, die Inseln der Saudade – der Sehnsucht. (Bild: SWR / © SWR/Stéphane Ducandas)

Die Seele der Kapverdischen Inseln in Fotos einzufangen ist das Ziel des Fotografen Stéphane Ducandas. Der Neukaledonier hat seine Kindheit in Afrika verbracht, und so ist die Reise zu den Kapverden für ihn auch eine Reise zu den eigenen Wurzeln. Menschen und Landschaften des Archipels möchte er zu Lande und aus der Luft entdecken. Für die Vogelperspektive sorgt Richard Meredith-Hardy. Seit seinem Flug über den Everest gilt der Engländer als der unerschrockenste Ultraleichtpilot der Welt. Für Stéphane Ducandas hat er sein FIB mitgebracht, ein fliegendes Schlauchboot. Zusammen landen sie an einsamen Stränden und trotzen den anhaltend starken Winden.

Ihre Reise führt sie von der Hauptinsel Santiago nach São Vicente, Santo Antão und Sal. Sie treffen auf Gitarrenbauer und Musiker, auf Schnapsbrenner und Fischer. Jede Begegnung ist für Stéphane Ducandas wie eine Perle: „Was ich durch die Fotografie eigentlich suche, ist ein Austausch. Gemeinsamkeiten. Eine halbe oder eine Stunde mit den Menschen ihren Alltag miterleben.“ Zum Beispiel mit Kabungo in Tarrafal, an dessen Surfkurs für Jugendliche sich der Fotograf beteiligt und dabei nicht nur mitten in deren Leben eintaucht, sondern auch in sein eigenes. „Beim Fotografieren erlebe ich viele kleine Momente aus meiner Kindheit gefühlsmäßig noch einmal. Das Bild selbst entsteht dabei am Schluss, es ist fast zweitrangig.“

Währenddessen hat Richard Meredith-Hardy alle Hände voll zu tun mit Genehmigungen, starken Winden und Reparaturen nach einem Beinaheabsturz. Er kann nicht so oft fliegen wie geplant, doch auf Santo Antão wird er mit einem eigenen Flugplatz für das FIB belohnt. Den Vorsteher des eigentlich stillgelegten Flughafens, Francisco, nimmt er als Dankeschön mit auf einen Rundflug im FIB und zeigt ihm zum ersten Mal seine Insel von oben.

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