drittewelt.dedrittewelt.de http://drittewelt.de Entwicklungsländer und -Themen in den Medien Tue, 26 Feb 2013 09:23:49 +0000 de-DE hourly 1 Afghanistan – Mit Cricket aus der Krise http://drittewelt.de/tv-tipps/afghanistan-mit-cricket-aus-der-krise/ http://drittewelt.de/tv-tipps/afghanistan-mit-cricket-aus-der-krise/#comments Tue, 26 Feb 2013 08:06:58 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=3924 Mittwoch, 27. Februar 2013

18.10 – 19.10 Arte
Dokumentation, Großbritannien 2010, Regie: Tim Albone, Lucy Martens.

Vor dem Hintergrund von Krieg und Armut begleitet “Afghanistan – Mit Cricket aus der Krise” den außergewöhnlichen Weg einer afghanischen Cricket-Mannschaft. Die Dokumentation zeigt das Land in völlig neuem Licht, jenseits von Burkas, Bomben, Drogen und Zerstörung. Die Mannschaft hat alle möglichen Hindernisse zu überwinden, um sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Das Kamerateam begleitet die Truppe, die sich von Spielen in traditioneller Kleidung auf Kiesplätzen bis in die internationalen Turniere vorkämpft.

Die Dokumentation beginnt in pakistanischen Flüchtlingslagern. Dort haben viele Spieler den Cricket-Sport als Kinder kennengelernt. In Kabul wird trainiert und in Übersee finden Qualifikationsspiele statt. Schließlich tritt die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika an, wo sie ihre größte Herausforderung erwartet.

"Stolz, ein Afghane zu sein" -- vor dem Hintergrund von Krieg und Armut begleitet die Dokumentation den außergewöhnlichen Weg einer afghanischen Cricket-Mannschaft. Bild: ARTE F Die afghanische Cricket-Mannschaft beim Training: Sie hat alle möglichen Hindernisse zu überwinden, um sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Bild: ARTE F

Im Zentrum der Geschichte steht der Trainer Taj Malik. Er floh mit seinen Eltern und seinen Brüdern Hasti und Karim, die ebenfalls in der Mannschaft spielen, nach dem Einmarsch der Russen 1979 aus Afghanistan. In einem Flüchtlingslager in Peschawar an der Grenze zu Pakistan lernten sie Cricket, bevor sie nach der US-Invasion von 2001 wieder in ihr Heimatland zurückkehrten. Gemeinsam mit dem Rest der Mannschaft haben sie sich das Ziel gesetzt, das afghanische Cricket-Team auf internationales Niveau zu bringen. “Es gibt viele Probleme in der heutigen Welt. Überall gibt es schwierige Konflikte und Ungerechtigkeit. Die Lösung für all diese Probleme ist … Cricket!”, meint Taj.

Die fesselnde Geschichte von der Bewährung in schwierigen Lebenslagen wird mit Witz und Einfühlung erzählt. Die erfahrenen Filmemacher sind Tim Albone (ehemaliger Afghanistan-Korrespondent der “Times” und “Sunday Times”), Lucy Martens (Regisseurin des preisgekrönten Films “Voices from Inside: Israelis Speak”) und Leslie Knott (Journalistin mit sechsjähriger Afghanistan-Erfahrung); die Produzenten sind Leslie Knott und Rachel Wexler. Hollywood-Regisseur Sam Mendes hat das Filmprojekt von Beginn an tatkräftig unterstützt.

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Gefährlicher Einsatz – Mirjas Mission in Kolumbien http://drittewelt.de/lateinamerika/gefahrlicher-einsatz-mirjas-mission-in-kolumbien/ http://drittewelt.de/lateinamerika/gefahrlicher-einsatz-mirjas-mission-in-kolumbien/#comments Mon, 25 Feb 2013 15:21:50 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6360 Dienstag, 26. Februar 2013

22:00 – 22:30 WDR
Eine WELTWEIT-Reportage von Ralph Weihermann und Susanne Friess.

Auf dem Marktplatz von Cali hält Mirja Peters eine Frau in den Armen, die weint und verzweifelt ist. Ihr Mann ist vor einigen Tagen ermordet worden. Niemand weiß, wer es war, und die Polizei im Heimatort der Frau wollte die Anzeige nicht aufnehmen – zu gefährlich heißt es dort. Das, was Mirja Peters aus Deutschland hier erlebt, gehört zum traurigen Alltag in Kolumbien: Seit Jahrzehnten kämpfen bewaffnete Gruppen gegeneinander, es geht um Geld, Drogen und Macht. Darunter leidet ein großer Teil der Bevölkerung, der meist nichts mit diesen Gruppen zu tun hat.

Der Dorfvorsteher berichtet, dass sein Dorf wurde schon einmal umgesiedelt wurde - alle zogen in die Stadt und merkten sehr schnell, dass sie mit dem Leben dort nicht zurechtkamen. Keine Jobs, keine bezahlbaren Wohnungen, die Kinder ständig in Gefahr durch Gewalt und Drogen. Bild: WDR. Mirja und Jose arbeiten nicht als Bodyguard, sie haben keine Waffe und keine kugelsichere Weste. Ihre Organisation PBI, setzt ganz auf internationale Präsenz. Allein ihre Anwesenheit soll gefährdeten Personen, wie Menschenrechtsaktivisten oder Anwälten, Schutz bieten. Bild: WDR. Menschenrechtsaktivsten wehren sich gemeinsam mit Einheimischen gegen den Hafenausbau von Buenaventura. Das kann riskant werden. Wer sich gegen den Staat und seine wirtschaftlichen Interessen stellt, lebt in Kolumbien gefährlich. Bild: WDR. Menschenrechtsaktivst Henrique Chimonja kämpft gemeinsam mit Einheimischen gegen den Hafenausbau von Buenaventura. Das kann riskant werden. Wer sich gegen den Staat und seine wirtschaftlichen Interessen stellt, lebt in Kolumbien gefährlich. Bild: WDR.

Nur durch die Unterstützung von Menschenrechtsgruppen können sich die Betroffenen Gehör verschaffen – aber auch die leben gefährlich. Damit den einheimischen Menschenrechtlern nichts passiert, ist Mirja Peters bei vielen Einsätzen dabei. Sie arbeitet für die internationale Organisation PBI. Sie ist so etwas wie ein Bodyguard, allerdings ohne Waffen und kugelsichere Weste. Allein durch ihre Anwesenheit verhindert sie gewaltsame Übergriffe. Seit vielen Jahren beschützt die Organisation Menschenrechtler in Kolumbien, und dieser Schutz hat sich als sehr wirksam erwiesen. Auch Morddrohungen gegen die einheimischen Aktivisten haben nachgelassen.

Die beiden WELTWEIT-Reporter Ralph Weihermann und Susanne Friess haben Mirja in Kolumbien begleitet und einen Einblick bekommen in das Leben der Beschützer und der Betroffenen.

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Verlorenes Territorium http://drittewelt.de/afrika/verlorenes-territorium/ http://drittewelt.de/afrika/verlorenes-territorium/#comments Mon, 25 Feb 2013 09:03:55 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6352 Montag, 25. Februar 2013

23:45 – 01:00 arte
Dokumentarfilm von Pierre-Yves Vandeweerd, Frankreich, Belgien, 2009.

Die Westsahara ist ein geteiltes Gebiet. Während zwei Drittel des Territoriums von Marokko regiert werden, steht der östliche Teil unter der Herrschaft der Polisario, der Befreiungsfront für die Westsahara. Der Dokumentarfilm von Pierre-Yves Vandeweerd erzählt die Geschichte des hier lebenden Volkes der Saharaui, die weiterhin auf Eigenständigkeit hoffen.

Die Westsahara wird durch eine von der marokkanischen Armee errichtete, 2.400 Kilometer lange Befestigungslinie in zwei Teile getrennt. Bild: ARTE France Die Westsahara wird durch eine von der marokkanischen Armee errichtete, 2.400 Kilometer lange Befestigungslinie in zwei Teile getrennt. Während das Königreich Marokko etwa zwei Drittel besetzt hält, befindet sich der östliche Teil der Westsahara unter der Kontrolle der Polisario, der Befreiungsfront für die Westsahara. Bild: ARTE France Die Westsahara ist ein geteiltes Land. Während zwei Drittel des Territoriums von Marokko regiert werden, steht der östliche Teil unter der Herrschaft der Polisario, der Befreiungsfront für die Westsahara. Bild: ARTE France Der Dokumentarfilm "Verlorenes Territorium" erzählt die Geschichte des Volkes der Saharaui. Es ist eine Geschichte über Flucht und Exil, über endloses Ausharren und immer wieder aufflackernde Kämpfe, über Verfolgung und Tod, aber auch über die Hoffnung, eines Tages in einem befreiten Land ohne Fremdbestimmung zu leben. Bild: ARTE France

Die Westsahara wird durch eine von der marokkanischen Armee errichtete, 2.400 Kilometer lange Befestigungslinie, den Marokkanischen Wall, in zwei Teile getrennt. Während das Königreich Marokko etwa zwei Drittel besetzt hält, befindet sich der östliche Teil der Westsahara unter der Kontrolle der Polisario, der Befreiungsfront für die Westsahara. Allerdings wird dieser Teil des Landes ebenfalls von Marokko beansprucht.

Der Dokumentarfilm “Verlorenes Territorium” erzählt die Geschichte des hier lebenden Volkes der Saharaui, seiner Heimat, seiner Gefangenschaft und seiner Träume. Es ist eine Geschichte über Flucht und Exil, über endloses Ausharren und immer wieder aufflackernde Kämpfe, über Verfolgung und Tod, aber auch über die Hoffnung, eines Tages in einem befreiten Land ohne Fremdbestimmung leben zu können.

Filmemacher Pierre-Yves Vandeweerd sagt über seinen Film:

Obwohl es sich um ein politisches Thema handelt, war mein Leitgedanke, dass der behandelte Konflikt sich dem Zuschauer durch eine spezifisch filmische Gestaltung von Erzählung, Bild und Ton erschließen muss. Ich bin überzeugt, dass die Stärke eines Films auf der Fähigkeit beruht, sein Thema ästhetisch zu verarbeiten, sodass dem Zuschauer Raum für eigene Gedanken gegeben wird.

“Verlorenes Territorium” (“Territoire perdu” / “Lost Land”) lief auf der Berlinale 2011.

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Klein-Palästina in Chile http://drittewelt.de/lateinamerika/klein-palastina-in-chile/ http://drittewelt.de/lateinamerika/klein-palastina-in-chile/#comments Mon, 25 Feb 2013 08:23:38 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6347 Montag, 25. Februar 2013

18:15 – 19:10 arte
Dokumentation von Ana Maria Hurtado, Chile, 2011.

Nach dem Sturz Saddam Husseins mussten Tausende Palästinenser den Irak verlassen. Einige von ihnen wanderten ins ferne Chile aus. Dort existiert bereits seit hundert Jahren eine palästinensische Gemeinde in der Stadt La Calera. Die Dokumentation beobachtet, wie der irakische Palästinenser Basem und seine kleine Familie sich dort eine neue Heimat schaffen.

Chilenische Schulkinder in La Calera basteln die Landesfahnen für die syrisch-jordanischen Flüchtlingskinder, um sie willkommen zu heißen. Bild: ARTE France Monica Balaia Chahuan Jara hat palästinensische Wurzeln, heute arbeitet sie jedoch als Sozialarbeiterin in La Calera in Chile. Bild: ARTE France

Nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein mussten Tausende landlose Palästinenser aus dem Irak flüchten. Die südamerikanische Republik Chile, am anderen Ende der Welt gelegen, nahm eine Gruppe dieser Flüchtlinge auf. Sie ließ sich in der kleinen Stadt La Calera nieder, in der bereits hundert Jahre zuvor eine Welle palästinensischer Einwanderer angekommen war und dort Familien gegründet hatte.

Basem, ein junger Palästinenser, ist frisch mit seiner Frau und ihrer gemeinsamen kleinen Tochter in Chile eingetroffen und steckt voller Tatendrang, Ideen und Hoffnungen. Er will sich in dieser verführerischen, unbekannten Welt, Tausende von Kilometern von seiner Heimat entfernt, eine neue Existenz aufbauen und eröffnet eine Bäckerei. Mit Hilfe seiner Arbeit und der tatkräftigen Unterstützung der palästinensischen Diaspora vor Ort hofft er, sich den Traum erfüllen zu können, seine alternden Eltern ebenfalls nach Chile kommen zu lassen und so die ganze Familie wieder zusammenzuführen.

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Weltspiegel http://drittewelt.de/tv-tipps/weltspiegel/ http://drittewelt.de/tv-tipps/weltspiegel/#comments Fri, 22 Feb 2013 10:42:39 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=5122 Sonntag, 24. Februar 2013

19:20 – 20:00 ARD
Auslandskorrespondenten berichten. Moderation: Michael Strempel (WDR).

Geplante Themen: Italien-Wahl: Jung und arbeitslos; Brasilien/Philippinen: Wir wollen Papst; Südafrika: Spurensuche am Kap; Südsudan: behindert, versteckt, befreit; Russland: Ein Pferd bringt die Post

Livestream: Sendung wird wird als Videostream live übertragen.

Italien-Wahl: Jung und arbeitslos
Autoren: Bernhard Wabnitz / Karl Hoffmann
Europa blickt besorgt nach Italien, Silvio Berlusconi holt kräftig in den Umfragen auf. Aber ein Thema ist im Wahlkampf von keinem Politiker aufgegriffen worden: Die hohe Jugendarbeitslosigkeit. So ist der Frust bei der jungen Generation im Land groß, sie fühlen sich im Stich gelassen von Monti, Berlusconi und Co. Der 17jährige Antonio aus Neapel darf noch nicht wählen, er wüsste auch gar nicht wen. So denken viele seiner Altersgenossen, die in Neapel leben, arbeitslos, hoffnungslos. Immerhin gibt es für Antonio und einige andere Jugendliche dank einer privaten Initiative eine Perspektive: Sie musizieren im Orchester für Straßenkinder, dem ersten seiner Art in Italien.

Michael Strempel - Leiter Programmgruppe „Europa und Ausland“ und Moderator der ARD/WDR-Sendung "Weltspiegel". Bild: WDR/Herby Sachs Moderator Bernhard Wabnitz. Bild: BR/Bastian Bormann Der "Weltspiegel": Logo der Sendung. Bild: ARD Moderation Ute Brucker. Bild: SWR/Alexander Kluge

Brasilien/Philippinen: Wir wollen Papst
Autoren: Philipp Abresch / Michael Stocks
Die meisten Katholiken weltweit leben in Südamerika, vor allem in Brasilien, in Asien sind sie am stärksten auf den Philippinen vertreten. Der Zuspruch für den Papst und die Kirche ist immer noch groß, viele würden in beiden Ländern gerne entweder einen südamerikanischen oder einen asiatischen Kardinal als Nachfolger von Papst Benedikt sehen. Doch auch in diesen katholischen Bastionen ist die Kirche hohem Konkurrenzdruck ausgesetzt, von christlicher Seite. In Brasilien erleben beispielsweise evangelikale Kirchen einen enormen Zulauf. Welche Bedeutung hat die katholische Kirche heute noch in Brasilien und auf den Philippinen? Was erhoffen sich die Gläubigen von neuem Papst? Reporterberichte aus Rio und Manila kurz vor dem Rücktritt des Papstes.

Südafrika: Spurensuche am Kap
Autor: Andreas Cichowicz
Der Weltspiegel wird 50 Jahre alt. Aus diesem Anlass kehren die Weltspiegel-Moderatoren an ihre ehemaligen Korrespondentenplätze zurück, Andreas Cichowicz nach Südafrika. Vor 20 Jahren berichtete er von der Gefängnisinsel Robben Island, wo Nelson Mandela einsaß. Jetzt spricht Cichowicz mit Mandelas früherem Aufseher und trifft auch den ersten nicht weißen Bürgermeister wieder, über den er damals berichtet hatte. Eine Spurensuche in Südafrika.

Südsudan: behindert, versteckt, befreit
Autor: Thomas Aders
Wajia ist sechs Jahre alt, lebt mit ihrer Familie in einem Dorf im Südsudan. Wajia ist blind und hat das Haus ihrer Eltern jahrelang nicht verlassen. Behinderte Kinder werden aus Scham von ihren Eltern weggeschlossen. Deshalb fahren Entwicklungshelfer von Dorf zu Dorf, klären auf, sie werden so auf das Schicksal von Wajia aufmerksam, sie kümmern sich um das kleine Mädchen. Und dank eines Child-to-Child Programms spielen schon bald Kinder aus der Nachbarschaft mit dem blinden Mädchen, für Wajia wendet sich ihr Leben so zum Besseren.

Russland: Ein Pferd bringt die Post
Autorin: Ina Ruck
Meterhoher Schnee, Eiseskälte, unwegsames Gelände in Iwowo, ca 400 Kilometer südlich von Moskau. Margeaux macht das nichts aus. Seit zehn Jahren arbeitet das Pferd bei der Post, bedient mit der Postbotin täglich vier Dörfer, 15 Kilometer bei jedem Wetter. Margeaux kennt die Strecke auswendig, bleibt bei jedem Briefkasten instinktiv stehen. Nicht nur Post wird verteilt, auf dem Wagen ist auch Platz für andere Waren, eine ländliche Art des Online-Shopping. In Zeiten von Express-Lieferungen und permanentem Zeitdruck ein Beispiel, dass es auch anders geht.

 

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Somalia: Piraten, Warlords, Islamisten http://drittewelt.de/afrika/somalia-piraten-warlords-islamisten/ http://drittewelt.de/afrika/somalia-piraten-warlords-islamisten/#comments Thu, 21 Feb 2013 07:03:30 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6310
Buchtipp: Somalia: Piraten, Warlords, Islamisten, Marc Engelhardt, Brandes & Apsel 2013

Wie erleben Somalis, die meisten jünger als achtzehn Jahre, ihre Heimat? Warum ist Somalia gegen alle Wahrscheinlichkeit noch nicht zusammengebrochen? Und weshalb geben so viele Somalis nicht auf und kämpfen für ein besseres Somalia nicht mit der Kalaschnikow, sondern mit ihren Händen und Ideen? Marc Engelhardt liefert ein facettenreiches Bild eines der spannendsten Länder Afrikas.

„ (…) Engelhardt beschreibt die Verwicklung von Öl-, Waffen- und Versicherungskonzernen in Somalias Aufrüstung, Krieg und Piraterie nun ganz konkret – mit Mitteln der Reportage, aber auch investigativer Recherche. In 21 journalistisch geschriebenen Kapiteln führt das Buch zuerst an die Wurzel der Krise (…) Interessant ist die Bilanz der 20-jährigen Krise Somalias in jedem Fall – und sei es, weil viele der beschriebenen Fehler zur Warnung für andere Weltregionen taugen.“

(Steven Geyer, Frankfurter Rundschau, 29.12.12)

 

Marc Engelhardt
Somalia: Piraten, Warlords, Islamisten
Ein facettenreiches Bild eines der spannendsten Länder Afrikas.

1. Auflage 2012
248 S., Pb., € 24,90
ISBN 978-3-86099-892-2

 

Über den Autor
Marc Engelhardt, geb. 1971, arbeitete für den NDR und mehrere Jahre für die ARD Tagesschau. Er berichtete von 2004 bis 2010 als freier Afrika-Korrespondent aus Nairobi für mehrere Tageszeitungen und den ARD-Hörfunk. Seit 2011 lebt er mit seiner Familie in Genf und beobachtet das Geschehen bei den UN.

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Auf Schienen durch die Anden http://drittewelt.de/lateinamerika/auf-schienen-durch-die-anden/ http://drittewelt.de/lateinamerika/auf-schienen-durch-die-anden/#comments Wed, 20 Feb 2013 08:51:23 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6297 Samstag, 22. Februar 2013

16.00 – 16.30 Das Erste
Weltreisen. Film von Peter Sonnenberg.

Die Schwellen verrottet, die Schienen verrostet, die Eisenbahn in Ecuador lag 40 Jahre lang in Trümmern. Drei bunte, hölzerne Waggons folgen jetzt langsam der Diesellok durch eine halsbrecherische Schlucht und dann einen schmalen Kamm entlang, weg aus der Hauptstadt Quito ins ewige Eis des Chimborazo, des höchsten Vulkans des südamerikanischen Landes.

Zeugen vergangener Eisenbahntradition in Ecuador. Bild: SWR/Peter Sonnenberg Der schneebedeckte Vulkan Chimborasso in den Anden. Bild: SWR/Peter Sonnenberg Sämtliche Züge sind von Reiseführern begleitet. Bild: SWR/Peter Sonnenberg Alpacas, die Wollträger der Anden. Bild: SWR/Peter Sonnenberg Der Bahnhof von Machachi im Süden Quitos mit einem der restaurierten Andenzüge. Bild: SWR/Peter Sonnenberg

Seit ein paar Jahren lässt die Regierung von Präsident Correa das ganze Schienennetz reparieren. Schon mehrere Strecken wurden modernisiert und wieder eröffnet. Einer fährt um die “Teufelsnase”, andere nennen sich “Eiszug” oder “Bäder der Inca”. Heute reisen Einheimische und Touristen wieder für wenig Geld durch die abwechslungsreichen Landschaften Ecuadors. Ein Zug fährt von Quito aus durch die einzigartige Landschaft, über den Äquator, durch die Anden – auf der “Avenida der Vulkane”.

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Cleveland versus Wall Street http://drittewelt.de/tv-tipps/cleveland-versus-wall-street/ http://drittewelt.de/tv-tipps/cleveland-versus-wall-street/#comments Tue, 19 Feb 2013 13:15:49 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6281 Mittwoch, 20. Februar 2013

21.40 – 23.20 arte
Dokufiktion, Schweiz, Frankreich, 2010, Regie: Jean-Stéphane Bron.

Am 11. Januar 2008 legten der von der Stadt Cleveland beauftragte Anwalt Josh Cohen und seine Partner gegen 21 Wall-Street-Banken Klage ein. Die Stadt machte die von den Banken veranlassten Immobilienzwangsversteigerungen für ihren Niedergang verantwortlich. Doch die Banken wehrten sich gegen einen Prozess. Der Dokumentarfilm konstruiert das fiktive Gerichtsverfahren, das hätte stattfinden müssen.

Die Anwälte Josh Cohen und Kathleen Engel. Bild: ARTE France / © Christopher First Geschworene im Gerichtsverfahren Cleveland versus Wall Street. Bild: ARTE France / © Christopher First Rechtsanwalt und Zeuge Peter J. Wallison (li.) und Anwalt Keith Fisher (re.). Bild: ARTE France / © Christopher First Bürgerrechtlerin und Klägerin Barbara Anderson. Bild: ARTE France / © Christopher First Ex-Börsenmakler Keith Taylor im Zeugenstand. Bild: ARTE France / © Les Films Pelléas/Saga Production

Cleveland zählte zu den US-amerikanischen Städten, die die “Subprime-Krise”, also den Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes, im Jahr 2007 am heftigsten getroffen hatte. Der Bürgermeister und ein Teil der Einwohner Clevelands beschlossen, die 21 Banken, die sie für die Räumungen und Zwangsversteigerungen verantwortlich machten, vor Gericht zu bringen. Der Anwalt Josh Cohen und seine Partner reichten am 11. Januar 2008 im Namen der Stadt Klage ein. Doch die Wall-Street-Banken wehrten sich mit allen Mitteln gegen einen Prozess. Sie beauftragten den Anwalt Keith Fisher damit, das Verfahren abzuwenden. Dieser wälzte die Verantwortung von den Banken auf die Makler und die über ihre Verhältnisse lebenden Hauseigentümer ab.

Der Dokumentarfilm stellt nun das Gerichtsverfahren nach, das hätte stattfinden müssen. Es ist ein fiktiver Prozess, doch dessen Hintergrund, Protagonisten und Zeugenaussagen sind real. Alle haben ihre eigenen Rollen zu spielen, der Richter, die Anwälte, die Zeugen und sogar die Geschworenen, die das Urteil fällen müssen. Nach und nach – Zeuge um Zeuge – demontiert der Dokumentarfilm das System der “Subprimes”, dieser riskanten Hypothekendarlehen, die die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt haben.

Zusatzinfo:

Der Schweizer Filmemacher Jean-Stéphane Bron holt in seinem fiktiven Prozess das Versäumte nach. Er greift dabei nicht einfach auf Schauspieler oder Laien zurück, sondern bringt wirklich Beteiligte und Betroffene vor die Kamera. Da ist jede Emotion echt. Dass Bron als Dokumentarfilmer zu deutlich Partei ergreift und Bürgerrechtlerin Barbara Anderson zur Heldin macht, tut der Entlarvung der Verantwortlichen keinen Abbruch. Das Lehrstück erhielt einen Riesenapplaus auf den Filmfestspielen von Cannes!

(TV Spielfilm)

Auf den Solothurner Filmtagen erhielt der Film 2011 den Jurypreis “Prix Soleure” und war auch in Kinos in der Schweiz, Deutschland und Frankreich zu sehen.

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Miles and War http://drittewelt.de/tv-tipps/miles-and-war/ http://drittewelt.de/tv-tipps/miles-and-war/#comments Tue, 19 Feb 2013 07:15:19 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6268 Dienstag, 19. Februar 2013

23.00 – 23.55 arte
Doku, Deutschland, WDR, Regie: Anne Thoma.

Was treibt die Menschen an, die täglich aufs Neue versuchen, den Kämpfen und dem Blutvergießen in den Krisengebieten der Welt ein Ende zu setzen? Die Dokumentation zeichnet das Porträt dreier Männer, die dem Krieg und den Bomben mit Worten begegnen. Sie richtet einen persönlichen Blick auf die Konflikte von heute, die Bemühungen, sie zu beenden, und auf einen ungewöhnlichen Beruf, den des privaten Friedensvermittlers.

Rebell in Libyen, 2011. Bild: WDR / © T&C FILM/zeroone film Rebellen in Sudan, 2009. Bild: WDR / © T&C FILM/zeroone film Dennis McNamara. Bild: WDR / © T&C FILM/zeroone film David Gorman. Bild: WDR / © T&C FILM/zeroone film Martin Griffiths. Bild: WDR / © T&C FILM/zeroone film

Die heutigen Kriege und Konflikte werden immer komplizierter und unüberschaubarer. Oft liegen die Ursachen für die Auseinandersetzungen in lokalen zivilen Konflikten, die globale Auswirkungen im Machtkampf um Einflussgebiete und Ressourcen haben. Die Politik bittet deshalb jene als Konfliktlöser zu wirken, die die entsprechende Sprache verstehen, über Expertenwissen verfügen und Diskretion wahren können. Sie wendet sich an Fachleute, die aus dem “Frieden-Stiften” ein neues, privates Geschäftsmodell entwickelt haben. “Wenn du den Krieg beenden willst, musst du mit den Kämpfern reden!” Eine exklusive Gruppe internationaler Berater hat sich dieser Idee verschrieben – es ist ihr Geschäft und ihre Mission.

Die Dokumentation stellt drei private Unterhändler und ihre Arbeit vor, die in Hotellobbys, auf Business-Class-Flügen und in geheimen Konferenzräumen stattfindet. Die Protagonisten werden auf ihrer Mission begleitet, den bewaffneten Konflikten in der Welt ein Ende zu setzen. Dabei sprechen sie über ihre Motivationen, Hoffnungen und Enttäuschungen, über die Einsamkeit und die kurzen und seltenen Momente des Triumphs.

Ergänzend gewährt die Dokumentation Einblick in den Alltag der Arbeit am Rande der Kriegsschauplätze und zeigt überraschende und faszinierende Momente zwischen Normalität und Abgrund: “Miles and War” bietet einen persönlichen und emotionalen Blick auf die private Friedensindustrie.

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Karawane des sanften Wandels http://drittewelt.de/tv-tipps/karawane-des-sanften-wandels/ http://drittewelt.de/tv-tipps/karawane-des-sanften-wandels/#comments Mon, 18 Feb 2013 15:34:48 +0000 Redaktion http://drittewelt.de/?p=6248 Dienstag, 19. Februar 2013

18.25 – 19.10 arte
Die Jugend des Oman bricht auf. Dokumentation Deutschland, 2012, ZDF, Regie: Horst Brandenburg

Das Sultanat Oman gehört zu den eher unbekannten Ländern. Große Erdölvorkommen haben es ähnlich wie seine Nachbarländer auf der Arabischen Halbinsel reich gemacht. Doch radikale Veränderungen oder gar die Übernahme westlicher Lebensweisen liegen den Omanis fern. Sie bevorzugen den Weg des sanften Wandels.

Junge Omanis auf dem Viehmarkt von Nizwa. Bild: ZDF / © Horst Brandenburg Im Hadschar-Gebirge. Bild: ZDF / © Horst Brandenburg Der Hafen von Sur. Bild: ZDF / © Horst Brandenburg Beduine Abdullah. Bild: ZDF / © Horst Brandenburg Die Sultan-Quabus-Moschee in Muscat. Bild: ZDF / © Horst Brandenburg

Das Sultanat Oman ist noch immer ein wenig bekanntes Land. Bis vor 40 Jahren hielt sich der Wüstenstaat zwischen den Vereinigten Emiraten, Jemen und Saudi Arabien versteckt. Lange Zeit herrschten weltfremde mittelalterliche Zustände, und es galt ein Einreiseverbot. Doch vieles hat sich verändert, seit Sultan Qabus regiert, der seinen herrschsüchtigen Vater verjagte und das Land innerhalb von nur drei Jahrzehnten komplett modernisierte. Sein Kapital waren das Öl und die Kraft und Entschlossenheit der Jugend des Landes mit ihrer Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Doch eine arabische Revolution wie in Ägypten, Libyen oder im Jemen sucht man hier vergebens. Stolz und selbstbewusst sind selbst die jüngsten Bewohner Omans mit den jahrhundertealten Traditionen ihrer eigenständigen arabischen Kultur verwachsen. Radikale Veränderungen, blinde Adaptionen westlicher Werte sind diesem Kulturkreis genauso suspekt wie soziale Ungerechtigkeit und Respektlosigkeit innerhalb der eigenen Gesellschaft. Das islamisch geprägte Land bietet Jungen und Mädchen die gleichen Chancen. Der Anteil der Hochschülerinnen liegt bei nahezu 70 Prozent. Dabei gibt es nicht einmal eine Schulpflicht im Sultanat.

Oman gehört heute, dank des Öls, zu den reichsten Ländern der Erde. Es verfügt über eine atemberaubend schöne Landschaft voller Gegensätze zwischen Wüste und Indischem Ozean, bizarren Gebirgen und üppigen Oasen – Gegensätze, die offensichtlich Besonnenheit, Klugheit und das rechte Maß lehren, das schon den Karawanen in früheren Zeiten das Überleben sicherte. Behutsames Fortschreiten, das ist vielleicht die Zauberformel des Oman und seiner Jugend auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.

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