Die Hüter der Kartoffel

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Donnerstag, 05. November 2015 | 11:40 – 12:25 Arte

Deutschland, 2014, ZDF, Regie: Anja-Brenda Kindler.

In den peruanischen Anden nahe der Stadt Cuzco auf rund 4.500 Meter Höhe liegt der wahre Schatz der Inkas: die Kartoffel. Schon vor 8.000 Jahren haben die Urvölker in den Bergregionen Kartoffeln angebaut. Heute sind es die Quechua-Indianer, die dieses Erbe bewahren. Vom Kampf der Andenbauern in den abgelegenen Bergregionen Perus für das Knollengewächs profitieren wir alle. Denn die Kartoffel gehört weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln.

Das Andendorf Paru Paru. Bild: ZDF / Anja-Brenda Kindler

Das Andendorf Paru Paru. Bild: ZDF / Anja-Brenda Kindler

 

Schätzungsweise 3.000 unterschiedliche Sorten kultivieren die Bauern auf ihren Feldern an den steilen Berghängen. Zwar wirtschaftet jede Familie für sich alleine, aber um in dieser unwirtlichen Gegend zu überleben, haben sich die Quechua-Indianer zu einer Kooperative zusammengeschlossen. Das gemeinsame Ziel: ihr kostbarstes Gut, die Kartoffel, für die Nachwelt zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um das Bewahren alter Sorten, sondern auch um das Entwickeln neuer, resistenter Kartoffeln. Denn der Klimawandel ist auch in den Anden angekommen und macht den Bauern immer häufiger ihre Ernte zunichte.

Genaro Puma Pacco ist Kartoffelbauer und „Papa Arariva“ – Hüter der Knolle. Sein spezielles Wissen gibt er an andere Bauern weiter und hilft ihnen, ihre Felder optimal zu bewirtschaften. Vom Anbau bis zur Ernte. Wie alle in dieser Region ist auch Genaro Selbstversorger und bestellt seine Äcker mit einfachsten Gerätschaften – eine harte und beschwerliche Arbeit in der Tradition seiner Vorfahren. Die Kartoffel dient nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als Heilmittel gegen Krankheiten. Und sie ist fest im kulturellen und religiösen Leben der Menschen verankert. Ohne den Segen eines Schamanen rühren die Kleinbauern ihre Kartoffeln nicht an. Erst wenn „Pachamama“, Mutter Erde, mit einer rituellen Zeremonie gedankt wurde, ist es ihnen erlaubt zu ernten.

Der Höhepunkt der Erntezeit ist das große Kartoffelfest Ende Mai. Die Bauern der sechs Quechua-Gemeinden versammeln sich dann für eine einzigartige Zeremonie. Vom Kampf der Andenbauern in den abgelegenen Bergregionen Perus für das Knollengewächs profitieren wir alle. Denn die Kartoffel gehört weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln.

ZDF / Anja-Brenda Kindler

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