Magisches Kolumbien

Montag, 12. Oktober 2015 | 16.15 – 17:00 Arte

Dokumentation, Deutschland, 2015, Regie: Marco Berger, Ana Maria Marin.

Im Nordosten Kolumbiens, fernab von den Drogenkriegen im Süden des Landes, präsentiert sich eine Region, wie sie facettenreicher nicht sein könnte: Türkisfarbenes Meer, unberührte feine Sandstrände, Salzwüsten und das höchste Küstengebirge prägen die kolumbianische Karibik. Zwischen der ehemaligen Piratenhochburg Cartagena, dem Indianer-Dorf Uribia und dem Weltkulturerbe Mompox liegt eine Welt, in der es keine Trennung zwischen Mythen und Wirklichkeit gibt. „Magisches Kolumbien“ taucht ein in das Alltagsleben der Bewohner der Region. Ihre Geschichten erscheinen so fantastisch wie in den Romanen des Schriftstellers García Márquez.

Mario Hernandez (4.v.r.) hat einen Auftritt in einem Fernsehspot - er träumt davon, ein berühmter Musiker zu werden. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station

Mario Hernandez (4.v.r.) hat einen Auftritt in einem Fernsehspot – er träumt davon, ein berühmter Musiker zu werden. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station

 

ARTE begleitet Ureinwohner, Arbeiter, Lehrer und Teenager mit großen Träumen in ihrer Heimat zwischen dem Río Magdalena, Kolumbiens Lebensader, und der Sierra Nevada de Santa Marta. Hier läuft das Leben der Menschen nach einem ganz eigenen Rhythmus, getragen von den Klängen des Vallenato, der fröhlich-melancholischen Akkordeon-Musik der Region.

Mitten im Río Magdalena, der Lebensader Kolumbiens, arbeitet Americo Payares, ein Sandmann. Mit der Hand schaufelt er Sand vom Grund des Flusses in sein Kanu und fährt es dann mit dem Fahrrad zu seinen Kunden in Mompox.

Der Dorfschullehrer Luis Serrano reitet mit seinem Esel regelmäßig durch das unwegsame Gelände der Sierra Nevada in Kolumbien. Er bringt Bücher und Geschichten zu Kindern in entlegenen Dörfern, die ohne ihn keinen Zugang zu Literatur hätten.

Emelia Reyes ist Süßigkeiten-Verkäuferin und lebt in der Tradition ihrer Vorfahren. Ihre kreolische Spezialität sind Cocadas, die sie nach einem Rezept ihrer Großmutter zubereitet und in Cartagena verkauft.

Der 13-jährige Mario Hernandez hingegen will sich mit seinem Akkordeon ein Stipendium an der Schule in Valledupar erspielen und träumt davon, einmal ein ganz großer Star zu sein.

Schon früh am Morgen arbeiten die Sandmänner auf dem Río Magdalena. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station 1600 Kilometer lang ist die Karibikküste Kolumbiens. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station Die Vorfahren der Süßigkeiten-Verkäuferin Emelia Reyes waren afrikanische Sklaven. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station
Erst kurz vor Sonnenuntergang ist Luis Serrano mit seinem Esel wieder zu Hause. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station Mit seinem Esel bringt Luis Serrano Bücher zu Kindern in den abgelegenen Regionen der Sierra Nevada de Santa Marta. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station Mario Hernandez (4.v.r.) hat einen Auftritt in einem Fernsehspot - er träumt davon, ein berühmter Musiker zu werden. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station
Saline in Guajira - Salz ist hier der einzig wertvolle Rohstoff. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station Die Arhuacos bauen ihre Häuser ausschließlich aus natürlichen, nachwachsenden Materialien. Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station

Die Dokumentation begibt sich auf eine Reise rund um Kolumbiens Sierra Nevada und liefert Einblicke in eine Welt, die den meisten Zuschauern nur aus den Büchern von Gabriel García Márquez bekannt ist.

Bild: NDR / © Marco Berger/doc.station

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