Mexikos Karibik-Küste

Donnerstag, 04. Dezember 2014 | 21:00 – 21:45 NDR

MareTV – Yucatán und die Riviera Maya

Mexiko – das klingt nach Tequila, Kakteen, Sombreros und einer einsamen Mundharmonika. Aber Mexiko ist Meer! MareTV findet zwischen endlosen Palmenstränden eine alte Maya-Hafenstadt und trifft die faszinierenden Bewohner der Halbinsel Yucatán: einen Tischler, der sich aus Plastikflaschen und Holzpaletten seine eigene Trauminsel gebaut hat, Maya-Schamanen, Langustentaucher und einen Unterwasser-Künstler.

Lebensgroße Figuren stehen im Unterwasserskulpturenpark vor der mexikanischen Isla Mujeres. Bild: NDR/Florian Melzer

Bild: NDR/Florian Melzer

An Mexikos Riviera Maya auf der Halbinsel Yucatán sind die Palmenstrände endlos, das Meer ist türkisfarben mit sanfter karibischer Brandung, im milden Winter ist es angenehme 25 Grad warm. Zwischen Cancún und Punta Allen, wo es lange nur Buschland und ein paar verschlafene Fischerdörfer gab, entwickelte sich in den letzten drei Jahrzehnten quirliges Leben.

Heute findet dort jeder seinen Platz. Zum Beispiel Richart Sowa, ein Tischler aus Mittelengland. Er wohnt seit 15 Jahren auf einer schwimmenden Insel, die er selbst gebaut hat. Das Fundament sind leere Plastikflaschen, Hunderttausende davon sind in alte Gemüsesäcke gestopft und unter Europaletten verschnürt. Richarts Trauminsel ist so groß wie ein Tennisplatz. Sie trägt ein kleines Häuschen mit ein paar Mangroven und schaukelt träge in der Dünung. „Die Lösung für das Müllproblem unseres Planeten“, schwärmt der Lebenskünstler.

Mara Coral Ley, eine junge Mexikanerin, ist die Chefin der Fischereikooperative von Punta Allen, einem Örtchen in der Bucht von Sian Ka`an. Mit ihrem Cousin Kim Ley Cooper betreut sie ein ehrgeiziges Projekt. Die Langusten-Taucher von Punta Allen fangen die Schalentiere wieder nach traditioneller Methode: mit einem Kescher in zehn Meter Tiefe. Sie machen zwar wenig Beute, erzielen aber Höchstpreise damit, denn Mara und Kim haben dafür gesorgt, dass ihre Langusten ein Ökosiegel für nachhaltigen Fischfang bekommen.

Eindeutig nachhaltig ist auch die Tortilla-Maschine von Manuel und Miguel in Rio Lagartos. Seit über 40 Jahren rasselt der antike Maisfladenautomat in ihrer kleinen Bäckerei. Tortillas sind das Grundnahrungsmittel aller Mexikaner, es gibt sie morgens, mittags, abends. Dampfend frisch müssen sie sein, deshalb rattert die Maschine von Manuel und Miguel den ganzen Tag.

In der Maya-Siedlung Dos Ojos geht es hingegen ruhig zu. Hier wirkt Fredy Reyes, ein Schamane. Mit heiligem Wasser, Kräutern, Rauch und Feuer vertreibt er das Böse und reinigt die Seelen seiner zahlenden Kunden.

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