Mystisches Venezuela

Montag, 29. Dezember 2014 | 19:15 – 20:00 Phoenix

Von den Tafelbergen ins Orinoco-Delta. Film von Peter Sonnenberg.

Im Dunst der Gran Savana, der großen Savanne Venezuelas, erahnt man an manchem Morgen nur die majestätisch aufragenden Tafelberge dieser einzigartigen Landschaft. Die Jahrtausende haben sie entstehen lassen. Einst war alles hier eine enorme Hochebene, doch die Erosion spülte die weichen Gesteinsschichten einfach weg, und zurück blieben mehr als hundert 1000 Meter hoch aufragende Tafelberge. Tepuis nennen die indigenen Einheimischen ihre Berge, „Haus der Götter“, und sie verehren sie – es sind seit Generationen ihre Heiligtümer. Der höchste Wasserfall der Welt stürzt fast einen Kilometer tief von einem dieser Tepuis.

Venezuela - ein faszinierendes Land mit großen politischen Problemen und einer einzigartigen Natur. Bild: phoenix/ARD-Studio Mexiko

Venezuela – ein faszinierendes Land mit großen politischen Problemen und einer einzigartigen Natur.
Bild: phoenix/ARD-Studio Mexiko

Er ist der heiligste Ort der Gran Savana. So heilig ist der Salto Angel, dass die Pemon, so heißt das Volk, das in dieser Gegend Venezuelas lebt, niemals direkt in die stürzenden Wassermassen hineinschauen würde, um die Götter nicht zu beleidigen. Peter Sonnenberg und das Team aus dem ARD-Studio Mexiko ist von den Tafelbergen und Wasserfällen bis ins Orinoco-Delta gereist und hat faszinierende Bilder mitgebracht.

Mit einem Hubschrauber landeten sie auf der zerklüfteten Oberfläche des Kukenan, des Nachbarbergs des Roraima, des größten Tepuis Venezuelas. Zur Zeit des Goldfiebers flog Jimmy Angel mit einer einmotorigen Maschine Abenteurer und Goldsucher durchs Land. Dabei entdeckte er den gewaltigen Kere Paku Pai Meru, der nur den Einheimischen bekannt war. Nachdem Angel auf der Oberfläche eine Bruchlandung hinlegte und beim Abstieg fast ums Leben gekommen wäre, nannte man den Wasserfall nach dem „Wiederentdecker“ um in „Salto Angel“.

Der Weg zu diesem unvergleichlichen Naturschauspiel führt vier Stunden mit dem motorisierten Einbaumkanu und nochmal zwei Stunden zu Fuß durch den Dschungel. Eine Tour voller Überraschungen, auf der man nicht damit rechnen kann, auf Menschen zu treffen. Über die pittoreske Stadt Ciudad Bolivar, benannt nach dem Befreier Venezuelas Simón Bolívar, führt die Reise weiter bis an den Orinoco und tief hinein in dieses Labyrinth aus Flussläufen und Regenwald. Giftigen Schlangen begegnet man hier und Menschen, die aus dem Wald alles das holen, was sie zum Überleben brauchen. Korrespondent Peter Sonnenberg traf Eugenio, den Medizinmann, der jede Pflanze kennt, weiß, welche Medizin man aus ihr machen kann, und wie man Menschen rettet, die von Schlangen gebissen wurden. Und er besuchte Pedro Morillo, den Einbaumbauer, der aus gewaltigen Bäumen den wichtigsten fahrbaren Untersatz des Orinoco schreinert.

Bild: phoenix/ARD-Studio Mexiko

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