Südamerika extrem

Mittwoch, 25. Mai 2011

20.15 – 21.45 SWR
Mit dem Motorrad durch Peru, Bolivien und Chile
Ein Film von Thomas Aders

Dreharbeiten mit den Motorrädern auf dem Weg von den Anden bis nach Feuerland. Bild: ZDF / SWR, Thomas Aders

Der verrückteste Erfinder Südamerikas, die höchste Sanddüne der Welt, der höchstgelegenste See, die gefährlichste Straße, die trockenste Wüste, das abgelegenste Landgut im chilenischen Feuerland: Es ist eine Reise der Extreme, die Thomas Aders und sein Team durch Südamerika führt, über 8.000 Kilometer von Peru über Bolivien bis nach Chile.

Und das mit dem Motorrad. Mal auf Meereshöhe am Pazifik, mal auf über 5.000 Meter. Mal sind die Wege lebensgefährlich, wie auf dem Todesweg in Bolivien, mal nur fürchterlich, wie an der Grenze zu Chile. Mal staubtrocken, wie in der Atacama-Wüste, mal triefend feucht, wie im eiskalten Andenregen. Täglich muss der peruanische Mechaniker die Zweiräder von Aders und seinem Begleiter reparieren, sonst wäre diese Reise schnell zu Ende gewesen. Es ist das unbekannte, raue, faszinierende Südamerika, es sind einzigartige Landschaften, es sind spannende Menschen, denen das Team auf seiner Fahrt begegnet. Von Nazca in Peru bis Feuerland in Chile.

Eduardo ist von Beruf Erfinder und hat sich nichts Geringeres zum Ziel gesetzt, als das Weltklima zu retten. Außerdem will er das überall geschmolzene Eis zurückzubringen auf die Gipfel seiner Heimat Peru. Da eine weiße Fläche im Sonnenlicht deutlich kühler bleibt als eine schwarze, hat er begonnen, einen ganzen Berg in weißer Farbe anzumalen. Nach einem atemberaubenden Aufstieg erblickt man den Berg Chalón Sombrero, acht Hektar weiß gepinselt, wie ein Zuckerhut. Die Gesetze der Physik sollen das Eis zurückbringen in die Anden, sagt Eduardo, und zeigt uns eine Mulde, in der einige Handvoll Schnee liegen.

Ein anderer Gipfel ist der Cerro Blanco. Mit seinen 2.070 Metern über dem Meeresspiegel gehört er zu den kleineren in Peru. Dennoch ist der Cerro Blanco einmalig, denn es handelt sich um die weltweit höchste Sanddüne. Mehrere Stunden dauert der Aufstieg bis an die Spitze und man kann seinen Blick über die anderen felsigen Gipfel streifen lassen. Enrice und die anderen Sandborder wollen die Düne mit umgenutzten Snowboards abgleiten, über 1.000 Meter in die Tiefe. Unweit der historischen Felsenlinien von Nazca ist dies ein Vergnügen für viele Touristen. Einer der Höhepunkte für den Journalisten Thomas Aders und sein Team auf ihrer Reise durch Peru, Bolivien und Chile.

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