Von Feuerland nach Tijuana (1-4)

Montag, 31. Dezember 2012

09:00 – 12:00 Phoenix
Filme von Paula Rodriguez Sickert, Tanja Catrin Blut, Hanne Kehrwald & Peter Stegemann.

Puerto Williams. Bild: PHOENIX/dw-world

Vier Reporterteams reisen quer durch Lateinamerika, von der Südspitze des amerikanischen Kontinents bis zur mexikanisch-kalifornischen Grenze, mit der Frage im Gepäck: Was bewegt die Menschen, denen wir begegnen? (Bild: PHOENIX/dw-world)

Folge 1 – Unterwegs in Chile, Argentinien, Uruguay und Brasilien,
Folge 2 – Unterwegs in Paraguay, Bolivien, Peru und Ecuador
Folge 3 – Unterwegs in und Kolumbien, Venezuela, Panama und Costa Rica
Folge 4 – Unterwegs in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Mexiko

Im Jahr 2010 feiern mehrere Länder Lateinamerikas das zweihundertste Jubiläum ihrer Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Spanien. Das Jahr 2010 wird damit für den ganzen Kontinent ein Zeitpunkt der Selbstbesinnung und Reflektion. Ein Grund einen Blick auf einen Kontinent zu werfen, der auf eine bewegte Geschichte zurückschaut und vor gewaltigen Herausforderungen für die Zukunft steht.

Die Reise beginnt am „Ende der Welt“ – in Feuerland. Nach Puerto Williams, einem Stützpunkt der chilenischen Marine, kommen bestenfalls Abenteurer und Naturliebhaber auf der Suche nach Einsamkeit. Hier lebt die über 80-jährige Cristina Calderon Wenn sie stirbt, wird das Volk der Yamana, die sechstausend Jahre lang die Inselwelt von Feuerland bewohnten, endgültig ausgelöscht sein.

Über den Beagle-Kanal geht es nach Ushuaia. Die Argentinier drehen inzwischen den Spieß um und sagen, hier beginne die Welt. Feinheiten, die wenig kümmern, wenn man durch die Landschaften Südamerikas reist, überwältigt ist vom Anblick des Perito-Moreno-Gletschers und wie der Geologe Jorge Rabassa befürchten muss, dass auch dieser Gletscher ein Opfer des Klimawandels werden soll.

Das Städtchen Gramado im Süden Brasiliens, ein beliebtes Ausflugsziel, verbreitet mit der folkloristischen Pflege seiner deutschen Wurzeln ein exotisches Deutschlandbild, das man hierzulande so nicht kennt. Mit Klischees lässt es sich nicht überall gut leben. Medellín in Kolumbien zum Beispiel muss bis heute mit dem Klischee der Mafia-Hochburg leben, aber ist sie das immer noch? Die Musikszene im berüchtigten Problemviertel Comuna 13 ist sehr lebendig. Hier wird gegen Gewalt und Drogen gerappt. Es gibt Reintegrationsprogramme für Ex-Guerilleros und Paramilitärs.

Die Zerrissenheit eines Landes, wie sie in Venezuela zu beobachten ist, verstört erstmal. Der Personenkult, der um den derzeitigen Präsidenten Hugo Chávez betrieben wird, ist den westlichen Demokratien eher fremd. Doch die Opposition wehrt sich.

Wir treffen Ernesto Cardenal, der auf der Inselgruppe Solentiname im Nicaragua-See lebt und erfahren: die Revolution wurde zwar lange abgewählt, aber die Ideale werden hochgehalten. Jugendgewalt, Migration und Armut prägen das Bild Zentralamerikas, doch die Einwohner wollen das ändern. Unsere Reise geht weiter über Mexiko-City nach Tijuana, der dicht bevölkerten Grenzstadt zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Hier endet vielleicht Mexiko, doch Lateinamerika reicht viel weiter, versichert uns ein Mexikaner. Und er hat recht.

Im Mittelpunkt dieser Reise von Feuerland nach Tijuana stehen die Begegnungen mit Menschen aus allen Lebensbereichen und allen Schichten Lateinamerikas. Sie erzählen von ihren kulturellen Wurzeln, ihren Problemen, Wünschen und Zukunftsvisionen. Wir erfahren Geschichte(n) aus erster Hand, erhalten handfeste Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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