Indiens Dschungelbuchklinik

Freitag, 30. Oktober 2015 | 12.25 – 13.20 Arte

Reportage, Deutschland/Frankreich 2009, Regie: Heiko De Groot.

Die Tierärztin Phulmoni Gogoi hat einen Anruf bekommen. Ein Sambar, auch Pferdehirsch genannt, ist auf den Reisfeldern aufgetaucht. Dorfbewohner haben ihn eingefangen. Gogoi muss nachschauen, wie es dem Tier geht, und sie muss es an einen Ort bringen, an dem es sicher ist – vor allem vor den Menschen.

Ein aufgegriffenes Elefantenkind wird in der Wildtierstation mühsam aufgepäppelt.  Bild: ARTE / © MedienKontor FFP/Heiko De Groot

Ein aufgegriffenes Elefantenkind wird in der Wildtierstation mühsam aufgepäppelt.
Bild: ARTE / © MedienKontor FFP/Heiko De Groot

Die Tiere kommen immer wieder mit der Zivilisation in Konflikt, denn im dicht besiedelten Indien ist nur wenig Lebensraum für sie übrig geblieben. Überall säumen Hütten die Straßen, wird Reis oder Tee angebaut. Der Kaziranga-Nationalpark ist mit etwa 430 Quadratkilometern eine Insel inmitten der Zivilisation, wenn auch nur halb so groß wie Hamburg.

Jedes Wildtier, das sich aus dem Park herauswagt, fällt auf und stört. Elefanten und Nashörner können auf den Äckern große Schäden anrichten, Tiger und Leoparden machen den Menschen Angst.

„360 – Geo Reportage“ begleitet Phulmoni Gogoi und ihren Mann Prasanta Boro, die für den Wildlife Trust arbeiten und die Landbevölkerung aufklären und als Unterstützer gewinnen wollen. Mittlerweile ist der Verlust an wilden Tieren so groß, dass jedes einzelne für den Bestand Bedeutung hat.

Die Ärzte wollen jedes Exemplar retten. Es ist ein erster Erfolg, dass Dorfbewohner nun anrufen, um einen Sambar zu melden. Denn viele Landbewohner haben so sehr gegen die Armut zu kämpfen, dass sie sich um das Überleben von Wildtieren kaum kümmern können. Dieses Mal kann die Tierärztin den Hirsch aus der Zivilisation retten.

Bild: ARTE / © MedienKontor FFP/Heiko De Groot

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