Äquator – Die Macht der Sonne

Mittwoch, 14. September 2011

20.15 – 21.00 Phoenix
Ein Film von Peter Hayden

Die kreisrunden Blätter der Viktoria-Seerosen können einen Durchmesser von mehreren Metern erreichen und Gewichte bis zu 50 Kilogramm tragen. Benannt ist die Wasserpflanze nach der englischen Königin Victoria (1819 - 1901). Bild: PHOENIX/ZDF/Satoshi Okabe

Der Äquator – nicht mehr als eine vom Menschen erdachte Linie, die die Erde in eine Nord- und eine Südhalbkugel teilt. Und doch scheinen hier, auf dem Breitengrad null, ganz besondere Kräfte am Werk zu sein. Der Film reist auf dem Äquator einmal um die Erde und zeigt ganz unterschiedliche Landschaften und ihre Bewohner.

Wer mittags auf dem Äquator steht, wirft keinen Schatten, wenn die Sonne genau im Zenit steht. Kein Wunder, dass Hitze diese Region besonders prägt. Die Reise auf dem Äquator beginnt im Dschungel Indonesiens. Das Leben in dieser „grünen Hölle“ wird maßgeblich von der Sonne beeinflusst. Sonneneinstrahlung und Niederschlag prägen die Vegetation und die unterschiedlichen Zonen des Waldes. In der Kronenschicht leben nicht nur Vögel, sondern auch Säugetiere, Reptilien und Amphibien, die von Baum zu Baum gleiten können. Die große Mittagshitze zwingt die Waldbewohner zu einer Siesta, aber die Bäume können sich nicht in den Schatten zurückziehen.

Sie verdunsten jetzt besonders viel Wasser – es kommt zur Wolkenbildung und zu Gewittern. Nach der Überquerung des Indischen Ozeans geht die Reise nach Ostafrika. Hier gedeihen anders als in Südostasien aufgrund geografischer Besonderheiten keine flächendeckenden Wälder.

Das Klima ist geprägt von einem Wechsel aus Trocken- und Regenzeiten, von Mangel und Überfluss. Wandernde Gnus folgen den Niederschlägen. Nach der Überquerung Zentralafrikas und des Atlantiks wird Südamerika erreicht. Dort verläuft der Äquator durch Amazonien, ein riesiges Waldgebiet, das von Überschwemmungen und Trockenheit geprägt ist.

Die Welt steht Kopf, wenn Fische bei Hochwasser durch die Baumkronen schwimmen. Weiter im Westen des Kontinents ragen die Anden knapp 7.000 Meter in den Himmel – sie schneiden sogar den Äquator. Hier ist jeden Tag Sommer und jede Nacht Winter. Extreme Verhältnisse, mit denen nur wenige Tiere und Pflanzen zurecht kommen. Die Galapagos-Inseln sind ein vulkanisches Inselreich, tausend Kilometer westlich von Ecuador und am Äquator gelegen. Hier lebt eine weltweit einzigartige Tierwelt. Ihr Schicksal ist eng mit warmen und kalten Meeresströmungen verknüpft, deren Motor die Äquatorsonne ist. Alles Leben hier ist geprägt von Hitze, Dürre und dem Warten auf die erlösenden, nährstoffreichen Strömungen.

Weiter westlich, im indonesischen Archipel, ist das Meer reich an Licht durchfluteten Flachwasserzonen. Hier gibt es riesige Korallenriffe, deren Dasein von der Sonne abhängt. Es ist eine der komplexesten und artenreichsten Lebensgemeinschaften der Erde. Die Weltreise entlang des Äquators endet dort, wo sie begonnen hat – im Dschungel Indonesiens.

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