ARD-exclusiv: Die Heimkehrer

Sonntag, 11. September 2011

13.15 – 13.45 Das Erste
Was vom Irak-Krieg übrig bleibt. Von Ashwin Raman.

Amerikanische Soldaten der 1st Armored Division auf Abschiedstour in Bagdad. Bild: SWR

Dass alle wohlbehalten zurückkehren, war unwahrscheinlich. Doch umso glücklicher können sie nun das Wiedersehen feiern: Die Soldaten der 1st Armored Division kehren heute zurück in ihren Heimatstandort nach Wiesbaden. Ein Jahr lang waren sie in Bagdad stationiert, bildeten dort die letzte Kampfeinheit der Amerikaner im Irak. Man kann in ihrer Rückkehr eine Art Schlusspunkt des Irakkrieges sehen. Auch wenn das Land von friedlichen Zuständen unendlich weit entfernt ist.

Denn immer noch gehört der Irak zu den gefährlichsten Regionen der Erde – ein Land, das mit jedem abgezogenen Soldaten nicht unbedingt sicherer wird. Ein tödlicher Mechanismus von Gewalt und Gegengewalt ist in Gang gekommen zwischen den zutiefst verfeindeten Lagern von Sunniten, Schiiten und Kurden. Mehr als 4000 Menschen starben im vergangenen Jahr bei solchen Anschlägen. Und sollte Ende des Jahres 2011 auch die bislang verbliebenen amerikanischen Sicherheitskräfte und Ausbilder abzogen werden, dann droht dem Land ein blutiger Bürgerkrieg.

Die Wiesbadener Soldaten waren stationiert im „Camp Liberty“, nordöstlich von Bagdad. Hier hat der mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Kriegsreporter Ashwin Raman die Soldaten besucht und bei ihren letzten Patrouillen begleitet. Er konnte hautnah ihren gefährlichen Alltag dokumentieren, der immer noch von Gewalt und Terror geprägt ist. Er konnte auch in der „green Zone“ in Bagdad drehen, zu der Journalisten mittlerweile kaum noch Zutritt erhalten. Seine Reportage beschreibt eindrucksvoll die Lage im Irak am Vorabend eines drohenden Bürgerkrieges.

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