Auf den Gipfeln der Welt (16/20): Vietnam – Phan Xi Pang

Montag, 19. Juli 2010

19.30 – 20.15 Arte
Dokumentationsreihe, Frankreich 2009
Regie: François Chayé

Im Karstgebirge im Norden Vietnams erhebt sich der 3.143 Meter hohe Phan Xi Pang. Am Fuße dieses Berges leben die Völker der Hmong, der Yi und der Yao.

Die Hmong, wörtlich übersetzt Volk der Berge, leben in erster Linie von der Fischerei, vom Sammeln von Arzneipflanzen, vom Ackerbau auf künstlich angelegten Terrassen und von der Herstellung kunstvoller Pferdesättel. Bild: ARTE F / © System TV

Schwindelerregend hohe, mystische Berge bedecken zwei Drittel des nördlichen vietnamesischen Staatsgebietes an der Grenze zum großen Nachbarn China. Das Yunnan-Karstgebirge ist geprägt von zahllosen, Zuckerhüten gleichenden Bergen. In den sie umgebenen Talkesseln und am Fuße der höchsten Erhebung der Region, dem 3.143 Meter hohen Phan Xi Pang, leben verschiedene Ethnien, unter anderem die Völker der Hmong, der Yi und der Yao.

Die Hmong leben im Herzen eines grünen Dschungels, obwohl der Name des Volkes wörtlich übersetzt „Volk der Berge“ lautet. Die Hmong leben in erster Linie von der Fischerei, vom Sammeln von Arzneipflanzen, vom Ackerbau auf künstlich angelegten Terrassen und von der Herstellung kunstvoller Pferdesättel. Seit einiger Zeit ist in diesem Landstrich auch eine Zunahme des Ökotourismus zu beobachten.

Die Suche nach Entdeckungen, ungewöhnlichen Orten und interessanten Begegnungen führt auf schneebedeckte Gipfel und in von Nebelschwaden durchzogene Täler legendärer Gebirge. Diese Berge, deren Gipfel in den Wolken verschwinden, sind schwer zugänglich, faszinierend und imposant. Sie sind den Menschen ihrer Umgebung nicht selten heilig und werden wie Götter verehrt, althergebrachte Riten und Traditionen nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Auch wenn es immer mehr Tourismus und Bergsportangebote gibt, bleibt das Gebirge eine mysteriöse und zugleich empfindliche Welt. Sie ist in besonderem Maße von den globalen Veränderungen und Zerstörungen betroffen. Kein Gipfel bleibt unberührt.

Die Dokumentationsreihe führt zu Bergen, die zu den höchsten der Welt gehören. Sie zeigt den harten Alltag von Menschen, die in abgelegenen tiefen Tälern leben oder an den höchstgelegenen Orten, an denen menschliches Leben überhaupt möglich ist, und deren Existenz mit der rastlosen westlichen Zivilisation nichts gemein hat. Gleichzeitig gewährt sie Fauna und Flora der Berglandschaften breiten Raum. Ausschlaggebend für die Wahl der Bergregionen waren ihre natürlichen oder kulturellen Besonderheiten. Darüber hinaus stehen viele dieser Berge auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Experten – Bergführer, Bauern, Handwerker, Lastenträger, Historiker und Geologen – führen durch die Berglandschaften und -dörfer, deren außergewöhnliche Schönheit es zu bewahren gilt.

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