Chandani und ihr Elefant

Montag, 24. Dezember 2012

14.10 – 15.40 arte
Doku, Erstausstrahlung, Deutschland, Sri Lanka, 2009, SWR, Regie: Arne Birkenstock

Chandani mit den Elefanten des Pinnawala-Waisenhauses. Bild: SWR / © SWR/Benny Rebel

Chandani ist eine mutige und selbstbewusste junge Frau, Tochter eines Mahouts, eines jener weisen Männer, die von Generation zu Generation ihr Wissen über Elefanten weitergeben. Dieses Wissen wurde traditionell immer an die männlichen Nachkommen vermittelt. Chandanis Vater hat jedoch vier Töchter und keinen Sohn. (Bild: SWR / © SWR/Benny Rebel)

Er ist bereit, seine älteste Tochter zu unterrichten. Die muss sich aber erst den Respekt der anderen Mahouts in der Elefantenstation Pinnawala im Herzen Sri Lankas erwerben und sich der schwierigen Aufgabe stellen, einen jungen, von der Herde allein gelassenen Elefanten zu betreuen. Erst dann darf ihr Vater sie mitnehmen auf die große festliche Elefanten-Wallfahrt, die „Perahera“.

In der täglichen Arbeit soll Chandani die Ernsthaftigkeit ihres Berufswunsches beweisen und die Techniken der äußerst schwierigen Mahout-Arbeit erlernen. Während alle anderen an ihr und ihren Plänen zweifeln, findet sie in dem Wildhüter Mohammed einen tatkräftigen Unterstützer. Mohammed nimmt sie mit in den Dschungel, zeigt ihr die freie und gefährliche Welt der wildlebenden Elefanten und eröffnet ihr ein tieferes Verständnis für das natürliche Leben der Tiere. Durch die Unterstützung ihres Mentors macht Chandani in der Arbeit mit dem Elefantenkind Kandula große Fortschritte und baut eine enge emotionale Beziehung zu dem Tier auf. So gelingt es ihr schließlich, ihren Vater von ihrem Talent zu überzeugen. Als erste Frau in der Geschichte Sri Lankas darf sie an der traditionellen Perahera teilnehmen. Stolz schreiten sie und der geschmückte Kandula bei diesem religiösen Elefanten-Umzug mit.

Doch trotz dieses Erfolges verweigert ihr der Chef ihres Vater einen Ausbildungsplatz im Elefanten-Waisenhaus von Pinnawala. Und eine weitere Prüfung wartet auf Chandani. Sie muss Kandula in die Wildnis entlassen. Doch Mohammed eröffnet Chandani eine neue Perspektive, indem er ihr einen Ausbildungsplatz als Wildhüterin im Nationalpark anbietet. Mit Tränen in den Augen lässt sie den kleinen Kandula ziehen, aber sie weiß gleichzeitig, dass im Nationalpark viele neue Aufgaben auf sie warten.

Der mit dem Deutschen Kinopreis 2011 ausgezeichnete Dokumentarfilm entstand im Dschungel von Sri Lanka.

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