Countdown Afghanistan

Dienstag, 22. September 2015 | 23:45 – 00:40 Arte

Deutschland, Schweden, Schweiz, 2014, ARTE, Regie: Manuel Fenn, Jan Dimog.

Afghanistan 2014: Die Zeit läuft. Denn der Abzug der internationalen Schutztruppen und die Präsidentschaftswahlen werden das Land tiefgreifend verändern. Zugleich sind die Taliban auf dem Vormarsch. Der Kampf um Afghanistan tobt ungebrochen. Der Dokumentarfilm „Countdown Afghanistan“ reist zu Afghanen, die auch nach dem Abzug der westlichen Truppen für Frieden, Bildung und Gleichberechtigung kämpfen wollen – selbst wenn sie dabei um ihr Leben fürchten müssen.

Zwei Frauen in Burka steigen in eine Rikscha. Während der Taliban-Herrschaft in den 90er Jahren war den Frauen Arbeit außer Haus untersagt. Bild: ARTE / © Filmbüro-Süd

Zwei Frauen in Burka steigen in eine Rikscha. Während der Taliban-Herrschaft in den 90er Jahren war den Frauen Arbeit außer Haus untersagt. Bild: ARTE / © Filmbüro-Süd

 

In West-Afghanistan, in Herat, haben Massoma, 31, und ihr Mann Nassir, 27, vor einigen Jahren eine von den USA finanzierte Privatschule gegründet. Ihre enge Zusammenarbeit mit westlichen Organisationen, die akademische Ausbildung und ihr gesellschaftliches Engagement machen sie zu einer Zielscheibe der Extremisten. Die Schule ist ihr Lebensprojekt, aber wenn sie vor die Wahl gestellt werden, bleibt nur ein Ausweg: die Flucht aus dem Land.

Maria, 40, ist eine der herausragenden Persönlichkeiten Afghanistans. Sie arbeitet in Herat und kämpft als einzige Oberstaatsanwältin des Landes eisern für Frauenrechte und eine demokratische Zivilgesellschaft. Sie hat sich der Rechtsstaatlichkeit verschrieben – koste es, was es wolle.

In Kabul arbeitet Lotfullah, 26, als Chefredakteur bei TOLOnews, dem wichtigsten Nachrichtensender der Nation. Er glaubt an die Fähigkeiten seiner Generation. „Ich will Teil dieser Generation sein!“ Er ist tief von der Macht der Meinungsfreiheit und der Medien überzeugt und übernimmt Verantwortung, trotz Einschüchterungen durch Extremisten.

Jan Dimog hält seit 2006 Kontakt zu diesen Protagonisten. Er lernte sie während seiner vierjährigen Tätigkeit als Redakteur im Medienprogramm der internationalen Schutztruppe Isaf kennen. Zusammen mit dem Regisseur und Kameramann Manuel Fenn besucht er die afghanischen Freunde in einer Phase des Umbruchs zwischen Furcht und Hoffnung.

Bild: ARTE / © Filmbüro-Süd

Sendung bewerten:
Umschalten!Geht soSehenswertHinguckerTop! (noch ohne Bewertung)

Loading...


Schüleraustausch Weltweit mit TravelWorks!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.