Der globalisierte Weihnachtsstern
Freitag, 24. Dezember 2009
13.30-14.00 Bayern alpha
Von Stuttgart nach Uganda und zurück
LÄNDER – MENSCHEN – ABENTEUER
Eigentlich ist der Weihnachtsstern eine völlig nutzlose Pflanze. Ungenießbar, ja, sogar leicht giftig. Für die Menschen in Wagagai am Rande des Viktoria-Sees ist der Weihnachtsstern dennoch ein Segen. Denn er ist eine der beliebtesten Topfpflanzen überhaupt. Allein in Europa werden 100 Millionen Stück jedes Jahr für ein paar Euro verscherbelt.
Erstmals hatte Alexander von Humboldt den Weihnachtsstern 1804 von seiner Amerika-Reise nach Europa gebracht. Aber erst hundert Jahre später kam er als Weihnachtsblume in Mode. Der Film begleitet einen Weihnachtsstern auf seiner Reise und erzählt von den verschiedenen Menschen, durch deren Hände er geht: Da ist die Gentechnikerin Katrin Schuster in Stuttgart, die Ernte-Arbeiterin Amule Farouk, der Vorarbeiter Timothy Oloka und der deutsche Projektleiter Richard Petri von der Weihnachtsstern-Farm in Uganda, da ist ein holländischer Großgärtner und letztendlich die Käufer im Ländle, für die der Weihnachtsstern zum Advent und zu den Feiertagen gehört.
Nach Neujahr ist für die meisten Weihnachtssterne Endstation: auf dem Müll.
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