Der Klimaschock und seine Folgen (1/5)

Montag, 08. November 2010

16.50 – 17.35 Arte
Die letzten Tage von Tuvalu
Dokumentationsreihe, Frankreich 2005, Regie: Frédéric Castaignède

Das Schicksal von Tuvalu, einer kleinen Koralleninselgruppe im Südpazifik, deren Tage vermutlich gezählt sind, zeigt deutlich die Gefahren der Klimaveränderung. Bild: ARTE F / © Auteurs associés

Die Folgen der klimatischen Veränderung machen sich in einigen Regionen der Welt schon heute bemerkbar. An Beispielen aus Ozeanien, Afrika, Asien und Nordamerika macht die Dokumentationsreihe die Auswirkungen auf das Leben der Menschen deutlich. Der erste Teil zeigt die Gründe für das Schmelzen der Pole in Tuvalu, einer kleinen Inselgruppe im Südpazifik, und was der daraus resultierende Anstieg des Meeresspiegels bewirkt.

Das Schicksal von Tuvalu, einer kleinen Koralleninselgruppe im Südpazifik, deren Tage vermutlich gezählt sind, zeigt deutlich die Gefahren der Klimaveränderung, vor denen Wissenschaftler weltweit warnen. Der winzige polynesische Archipel mit seinen 11.000 Einwohnern, dessen Inseln im Durchschnitt nur knapp zwei Meter über dem Meeresspiegel liegen und eine Gesamtfläche von lediglich 26 Quadratkilometern haben, droht als erstes Land der Welt im Meer zu versinken – eine direkte Folge der globalen Erwärmung und des Treibhauseffekts.

Die Eismassen der Pole schmelzen und langsam, aber unaufhörlich steigen die Meeresspiegel auf unserem Planeten. Altimetrie-Satelliten wie „Jason“, ein Projekt des französischen Weltraumforschungszentrums CNES und der amerikanischen NASA, haben seit 1993 einen jährlichen Anstieg des Meeresniveaus um drei Millimeter gemessen – 50 Prozent mehr als der Durchschnittswert des gesamten 20. Jahrhunderts. Die Menschen von Tuvalu stehen ohnmächtig den zerstörerischen Auswirkungen der globalen Erwärmung gegenüber.

Ungewöhnlich hohe Flutwellen überschwemmen seit einigen Jahren immer wieder den Archipel, die Korallenriffe sterben infolge der höheren Wassertemperatur und die traditionellen Nahrungspflanzen der Inselbewohner gehen ein, weil das durch den porösen Korallenuntergrund im Boden aufsteigende Salzwasser ihre Wurzeln schädigt. Wenn nichts gegen die Erwärmung des Erdklimas unternommen wird, könnten die Bewohner von Tuvalu bald zu den ersten Klimaflüchtlingen gehören. Stellvertretend für viele kleine von der Klimaerwärmung bedrohte Inseln ist Tuvalu unermüdlich darum bemüht, Überzeugungsarbeit bei denjenigen Staaten zu leisten, die sich immer noch weigern, das Kyoto-Protokoll zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen zu ratifizieren – allen voran die USA.

Die fünfteilige Dokumentarreihe beschäftigt sich mit gravierenden Auswirkungen des Klimawandels wie dem Ansteigen der Meeresspiegel, der Ausdehnung der Wüsten, dem Rückgang der Waldflächen und dem Abschmelzen der Pole und Gletscher. Während Satelliten vom All aus weltweit die Klimaveränderungen beobachten und Wissenschaftler aus der Analyse dieser Daten Simulationsprogramme zur Klimavorhersage von morgen zu entwickeln versuchen, zwingen die Umweltveränderungen die Menschen in manchen Gebieten der Erde schon heute, ihre gewohnte Lebensweise umzustellen. „Der Klimaschock und seine Folgen“ zeigt Beispiele aus Ozeanien, Afrika, Asien und Nordamerika.

Weitere Sendetermine:

  • 15.11.10 um 09.15 Uhr

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