Kamelhaar – Luxus aus der Wüste Gobi

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Donnerstag, 23. August 2012

15.00 – 15.45 Phoenix
Dokumentation, Deutschland 2008, NDR, Regie: Thomas Greh

Ganzorig schert ein Trampeltier im Stehen. Bild: NDR / © NDR/trifilm/Anke Möller

Der Film über das Kamelhaar, ein Luxusprodukt aus der Wüste Gobi, zeigt das Leben der Nomaden in der unwirtlichen und zugleich großartigen Landschaft der mongolischen Wüste. Er begleitet den Wollhändler bei seiner Fahrt mit Auto und Eisenbahn durch Sandsturm und Nacht bis in die Hauptstadt Ulan-Bator. Dort verkauft er die Rohwolle an das ehemalige Kombinat „GOBI“, wo sie sortiert, gewaschen und schließlich zu Pullovern und Decken verarbeitet wird. Darüber hinaus führt der Film in die Modemetropole Mailand und stellt die Menschen vor, die für die edelsten Kamelhaarprodukte der Welt verantwortlich sind.

Kamelhaarmäntel sind ein Statussymbol und eine Anschaffung fürs Leben. Das Haar der Kamele gilt als edel, gleichzeitig wärmt es, ist strapazierfähig und wasserabweisend. Kamelwolle ist selten und deshalb auch teuer. Das Edelhaar stammt vom zweihöckrigen Trampeltier. Diese Kamelart gehört mittlerweile fast zu den bedrohten Arten, die größten Herden leben heute in der Mongolei.

Die Nomaden der Wüste Gobi liefern das hochwertigste Kamelhaar. Einmal im Jahr, von Mitte April bis Mitte Mai, werden die Kamele geschoren. Die Schur ergibt pro Tier nur etwa fünf Kilogramm Rohwolle. Die Kamelschur dauert zwei bis drei Tage. Die wilderen Kamele werden im Liegen geschoren. Mit Lassos fangen die Männer die Tiere ein, fesseln sie an den Beinen und werfen sie auf den Wüstenboden. Mit ihren Scheren brauchen sie etwa eine halbe Stunde, um zuerst die Langhaare vom Hals und von den Beinen abzuschneiden und später die feineren Kurzhaare vom restlichen Körper.

In Italien, nördlich von Mailand, wird aus der Rohwolle der wohl feinste Kamelhaarstoff der Welt produziert. Eine wichtige Voraussetzung für die Kamelhaarverarbeitung ist hartes Wasser, das in dieser Region reichlich vorhanden ist.

Die Frauen in der Näherei der Firma „Max Mara“ in Reggio Emilia arbeiten an der neuesten Herbst- und Winterkollektion. Bei der Produktion der Kamelhaarmäntel treffen Handarbeit und modernste Maschinen aufeinander. Das wohl bekannteste Produkt der Marke ist der Klassiker unter den Kamelhaarmänteln – der „Mantel 101801“. Seit rund 40 Jahren ist Laura Lusuardi Chefdesignerin bei Max Mara. Unter ihrer Regie haben Modeschöpfer wie Karl Lagerfeld ihre Kollektionen für das Unternehmen entworfen, unter anderem auch Mäntel aus Kamelhaar.

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Ein Kommentar
  1. schrieb am 21. Mai 2011 um 06:44 Uhr: | Antworten

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