Niger – Ein Zelt zur Hochzeit

Freitag, 18. Dezember

19.00-19.45 Arte

Das feinfühlige Porträt eines jungen Tuaregmädchens vermittelt Einblicke in eine Kultur mit einem anderen Zeitgefühl, eigenen Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

Rhaissa (re.) mit ihrer Freundin. Bis zum Tag ihrer Hochzeit muss Rhaissa im Zelt ihrer Mutter bleiben und darf - dem Heiratsritual nach - weder sprechen noch das Zelt verlassen. Bildrechte: ARTE F / © Gebrueder Beetz Filmproduktion
Dokumentation, Deutschland 2005, ARTE F
Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und hütet Schafe. Sie blickt scheu in die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin Fatima über den Mann sagt, der in wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl nicht besonders gut aus und wirkt auch nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten, die Eltern willigten ein, und Rhaissa fügt sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere erzählen an ihrer Stelle, was sie verschweigen muss.


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