Reis aus Thailand

Dienstag, 13. Oktober 2015 | 15.50 – 16:15 Arte

Fair handeln (2/5), Dokumentationsreihe, Deutschland, 2014, Regie: Sibylle Smolka.

In Thailand erfährt Hannes Jaenicke, wie es die Reisbauern geschafft haben die Armut zu überwinden und welche Rolle der faire Handel dabei gespielt hat. Außerdem erfährt er einiges über jahrhundertealte buddhistische Rituale.
Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.

Einen Teil vom Gewinn seiner Reisernte kann Teerawat in die Ausbildung seines Sohnes investieren. Bild: ZDF/Thomas Henk Henkel

Einen Teil vom Gewinn seiner Reisernte kann Teerawat in die Ausbildung seines Sohnes investieren.
Bild: ZDF/Thomas Henk Henkel

 

Der Reisbauer Teerawat lebt im Nordosten Thailands, in einer ländlichen Region mit großer Armut. Der Reisanbau ist dort für viele Menschen die einzige Einnahmequelle. Aber weil wegen des trockenen Klimas nur eine Ernte im Jahr möglich ist, haben es die Reisbauern besonders schwer.

Der meiste Reis wird konventionell angebaut, die Bauern müssen Kredite aufnehmen, um Pestizide, Dünger und Saatgut zu kaufen. Dabei ist ungewiss, ob die Ernte ausreichen wird, um die Schulden wieder zurückzubezahlen, denn der Marktpreis schwankt und es gibt weltweit immer mehr Konkurrenz, unter anderem durch genmanipulierten Reis aus den USA.

Wie viele Reisbauern in Thailand konnte auch Teerawat lange Zeit nicht von seiner Arbeit leben und musste zusätzlich in Bangkok auf dem Bau arbeiten, um seine Familie zu ernähren. Aber seit er Mitglied einer Genossenschaft ist, die den fairen Handel beliefert, hat sich sein Leben verändert. Sein Bio-Jasminreis wird von Gourmets überall auf der Welt als besondere Delikatesse geschätzt und ist ein begehrtes Export-Produkt. Die Rückkehr zu traditionellen Anbaumethoden macht die Bauern unabhängig und ist sowohl für die Menschen besser als auch für die Natur.

Zusatzinfo:
Viele Waren des täglichen Bedarfs, die in Europa gekauft werden, kommen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Das geht fast immer zulasten der Produzenten. Internationale Konzerne machen gigantische Gewinne, die Bauern vor Ort bleiben arm. Eine Alternative bieten die Waren aus gerechtem Handel, deren Umsatz in Europa steigt. Seitdem fair gehandelte Waren auch im Supermarkt und beim Discounter angeboten werden, hat sich der Umsatz verzehnfacht.
Bauernfamilien und Plantagenarbeiter in den Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen Zwischenhandels. Der faire Handel bietet den sonst Benachteiligten die Möglichkeit, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Der Schauspieler Hannes Jaenicke hat Kleinbauern und Produzenten auf der ganzen Welt besucht, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.

Bild: ZDF/Thomas Henk Henkel

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