Schmutzige Shrimps

Freitag, 24. Februar 2012

21.15 – 21.45 NDR
Die Reportage. Die Geschäfte der Garnelen-Industrie. Film von Michael Höft und Christian Jentzsch.

Der Kameramann Jens Gebhardt filmt die Arbeiter einer Shrimp-Farm bei der "Ernte". Bild: NDR/httv-Produktion/Michael Höft

Umweltschützer schlagen Alarm: Die Aquakulturen einer gigantischen Garnelenindustrie haben bereits große Teile der Mangrovenwälder Thailands zerstört. Intensiver Chemieeinsatz und ungeklärte Abwasser belasten ganze Regionen. (Bild: NDR/httv-Produktion/Michael Höft)

Zu welchen Folgen hat die Massenproduktion der Shrimps für den deutschen und amerikanischen Markt tatsächlich geführt? Die Fischexpertin der Umweltorganisation Greenpeace Dr. Iris Menn beginnt ihre Recherchereise auf dem Hamburger Fischgroßmarkt und beendet ihre Spurensuche im Epizentrum der Garnelenindustrie, der Provinz Chanthaburi am Golf von Thailand.

Was sie dort vorfindet, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen: Die Massentierhaltung auf engstem Raum hat einen intensiven Einsatz von Antibiotika, Pestiziden und Desinfektionsmitteln zur Folge. Zahlreiche Abwässer werden ungeklärt in die Landschaft gepumpt. Das Ergebnis: belastete Böden und Flüsse. „Ich war darauf gefasst, dass es schlimm wird, aber, dass es so schlimm ist und so katastrophal, darauf war ich nicht gefasst.“ Doch nicht nur die Natur und die Bewohner der Küstenregion leiden unter den Produktionsbedingungen. Tausende Burmesen schuften in den thailändischen Shrimps-Fabriken unter erbärmlichen Bedingungen für einen Hungerlohn. Die Autoren Michael Höft und Christian Jentzsch haben Dr. Iris Menn von Greenpeace auf ihrer Reise für diese Reportage mit einem Kamerateam begleitet.

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