Seen auf dem Dach der Welt (4/5)

Donnerstag, 08. März 2012

19.30 – 20.15 Arte
(4): Der Qinghai Hu in China. Dokumentation Deutschland 2011, MDR. Regie: Stephan Kühnrich.

Nam Co (Namtso), der Himmelssee der Tibeter.  Der Qinghai Hu ist ein Naturparadies. Er liegt an einer der wichtigsten asiatischen Vogelflugrouten. Bild: MDR / © MDR/Saxonia Entertainment/Dr. Jürgen Hafemann

Sie gehören zu den höchst gelegenen Gewässern der Welt und bilden einzigartige Biotope. Die Dokumentationsreihe „Seen auf dem Dach der Welt“ präsentiert grandiose Landschaften, eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und befasst sich mit der Rolle, die diese Seen in der Kultur der Bergbewohner spielen. Im Mittelpunkt des vierten Teils der Reihe steht der Qinghai Hu im tibetischen Hochland, der zu den heiligsten Plätzen des Buddhismus zählt. (Bild: MDR / © MDR/Saxonia Entertainment/Dr. Jürgen Hafemann)

Hoch oben in den Bergen Tibets befindet sich einer der heiligsten Plätze des Buddhismus. Ein See, den die Tibeter Tso Ngönpo nennen, die Mongolen Kokonor und die Chinesen Qinghai Hu. Aus allen drei Sprachen ins Deutsche übersetzt, heißt das „der blaue See“. Der Qinghai Hu liegt im Nordosten des tibetischen Hochlandes, etwa 3.200 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist einer der größten Salzseen der Welt und der größte Binnensee Chinas.

Als noch größeres Heiligtum als der See selbst gilt die geheimnisumwobene Insel „Haixinchan“ in der Mitte des Qinghai Hu. Dort befindet sich ein Frauenkloster. „Die Insel in der Mitte des Sees ist das Zentrum der Welt“, sagt Tschosnyid Bangmo, die spirituelle Führerin des Klosters. Sie sieht den Ort nicht als Insel, sondern als den heiligsten Berg der Welt, der hier aus dem Wasser des Qinghai Hu ragt. Noch nie sollen Ausländer diesen heiligen Berg betreten haben. Und die Bilder von der Insel und vom Lotoskloster, die diese Dokumentation zeigt, sind die ersten Fernsehbilder, die jemals dort gedreht wurden.

Der Qinghai Hu ist ein Naturparadies. Er liegt an einer der wichtigsten asiatischen Vogelflugrouten. Im Frühjahr und im Herbst machen Hunderttausende von Wasservögeln hier Rast, darunter zahlreiche bedrohte Arten. Auch eines der am meisten gefährdeten Säugetiere der Welt, die Przewalski-Gazelle, von der es nur noch 300 Exemplare geben soll, findet man nur noch am Qinghai-See. Auf dem Weideland rund um den See stehen die traditionellen Zelte der tibetischen Nomaden. Sie halten Yaks, Schafe und Ziegen. Und die Qinghai-Pferde, die in dieser Region gezüchtet werden, sind in ganz China für ihre Ausdauer bekannt.

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