Shaolin – Wiege des Kung Fu

Freitag, 02. September 2011

16.35 – 17.35 Arte
Dokumentation, USA/Republik China 2008, Regie: Alexander Sebastien Lee

Ein Meister der Shaolin-Kung-Fu-Schule in Dengfeng Bild: ARTE F

In den Bergen Zentralchinas befindet sich der legendäre Shaolin-Tempel, Geburtsstätte des Kung-Fu und des Zen-Buddhismus. Die Shaolin-Mönche versuchen, über die paradoxe Kombination von aggressiven Kampfkunsttechniken und täglicher Meditation Erleuchtung zu erlangen. Die Dokumentation begleitet zwei Chinesen, einen Amerikaner und einen Franzosen, die nach Shaolin gereist sind, um sich auf die Spurensuche der in den Kung-Fu-Filmen dargestellten Legenden zu begeben. Dabei entdecken sie einen geheimnisumwitterten Tempel, eine von westlichen Einflüssen völlig isolierte Kultur und die Kraft des Geistes.

Als Yuan Peng neun Jahre alt war, wurde er von seinen Eltern beim Shaolin-Tempel ausgesetzt und von einem Mönch adoptiert. Er träumt davon, auch Mönch zu werden. Als der Shaolin-Tempel saniert wird, kommt Yuan Peng zu Meister Wang, einem Bauern, aufs Land. Der lehrt ihn eine mystische Form des Kung-Fu, das sogenannte Iron Body Qigong. Das extrem harte Training treibt Yuan Peng an seine Grenzen, doch er kämpft mit ganzer Willenskraft und Geistesstärke, um seinen Traum zu verwirklichen.

Der 19-jährige Zhu stammt aus einer armen Bauernfamilie. Seine Eltern haben ihn nach Shaolin geschickt, damit er die Kampfkunst erlernt und später ein besseres Leben hat. Zhu trainiert an der größten Kampfsportschule der Welt, der Tagou-Schule. Die 14.000 Schüler werden auch als „unbesiegbare Kampftruppe“ bezeichnet. Zhu übt sich in Sanda, einer modernen Form des Kung-Fu-Zweikampfes. Er weiß, dass erfolgreicher Sanda-Kämpfer zu werden, seine einzige Chance ist, der Armut zu entkommen.

Für den Amerikaner Orion ist Kampfsport eine Lebensphilosophie. Seine Bewunderung für Bruce Lee veranlasste ihn zu der Reise nach Shaolin. Doch mit seinen 19 Jahren gilt Orion dort als alter Mann im Vergleich zu seinen chinesischen Kameraden, die bereits als Vierjährige mit dem Kung-Fu-Training begannen. Willensstark wie sein Vorbild Bruce Lee, lässt er sich davon nicht beirren.

Der 29-jährige Eric kam aus Frankreich nach Shaolin, um als erster Ausländer Shaolin-Mönch zu werden. Der berühmte Großmeister Shi De Yang nahm ihn unter der Bedingung auf, dass er drei Jahre lang ausschließlich an der De Yang-Schule trainiert. Eric muss mit dem Kung-Fu-Training von Grund auf neu beginnen. Der offensichtliche Traditionsverlust im heutigen Shaolin hat Erics Erwartungen enttäuscht. Er muss jetzt entscheiden, ob er bleibt und bereit ist, die harten Bedingungen an der De Yang-Schule in Kauf zu nehmen, um hier die innere Kraft eines Shaolin-Kriegermönchs zu entwickeln.

Aufgrund ihrer Erfahrungen kamen alle vier zu der Erkenntnis, dass die alleinige Ausrichtung auf ihr Ziel nicht ausreicht, die körperliche und geistige Vollkommenheit eines legendären Shaolin-Mönchs zu erlangen. Nur wenige Auserwählte werden dieses Ziel jemals erreichen.

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Ein Kommentar
  1. schrieb am 12. Mai 2011 um 10:56 Uhr: | Antworten

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