Tiere im Klimawandel (5/7)

Freitag, 03. August 2012

16:50 – 17:35 Arte
(5/7) Sümpfe. Dokumentation von Sarah Gibbs.

Sumpfgebiet in Florida, USA. Bild: SWR / © SWR/Discovery Communications

Seit Zehntausenden von Jahren passen sich Tiere überall ihrer natürlichen Umgebung an. Jetzt werden ihre Überlebenstechniken auf eine harte Probe gestellt: Das Klima ändert sich. Werden die Tiere Strategien finden, damit zurechtzukommen? Die siebenteilige Dokumentationsreihe „Tiere im Klimawandel“ zeigt, wie die Tiere in unterschiedlichen Naturräumen auf die Veränderungen reagieren.
In diesem Teil werden der Lebensraum Sumpf und die Tiere, die darin leben, vorgestellt. (Bild: SWR / © SWR/Discovery Communications)

Sümpfe und Mangrovenwälder – vom Lebensraum an der Küste bis zur Süßwasserschutzzone im Landesinneren begegnen sich hier Land und Wasser. Die Tiere, die hier leben, haben sich an die ganz besonderen Lebensbedingungen angepasst.

In einem Feuchtbiotop zählt das Gleichgewicht zwischen dem Wasser und dem darin gelösten Salz. Auch hier zeitigt der Klimawandel dramatische Folgen: Steigende Meeresspiegel lassen Salzwasser in Süßwassersümpfe eindringen und verändern damit die Lebensbedingungen der Tiere und Pflanzen, während andernorts Feuchtgebiete durch den Temperaturanstieg austrocknen.

Dieser Teil der Dokumentationsreihe geht den Spuren der Krokodile Nordaustraliens nach, erkundet zudem die Folgen des ansteigenden Meeresspiegels für die Weißwedelhirsche in den Florida Keys, und es geht nach Norfolk in England, wo Greifvögeln, genauer gesagt Rohrweihen, ihre Jagdgründe abhanden kommen.

Südwestlich des Festlands von Florida erstrecken sich die Keys: Eine Kette uralter Koralleninseln, die durch einen Highway miteinander verbunden sind. Key-Weißwedelhirsche gibt es nur hier an diesem Ort der Erde und sie lieben die Mischung aus Süß- und Salzwasser, die es nur auf einer Handvoll dieser Inseln gibt. Obwohl die Hirsche dem Salz etwas abgewinnen können, benötigen sie Süßwasser.

Zurzeit bildet das enge Wurzelgeflecht der Mangrovenwälder eine natürliche Meeresbarriere, die die Trinkwasserversorgung der Hirsche im Kern der Insel schützt. Aber der höchste Punkt der Insel Big Pine Key liegt nur knapp zweieinhalb Meter über dem Meeresspiegel. Alles, was die Hirsche brauchen, könnte allmählich hinter einem Salzwall verschwinden.

Der Süden Großbritanniens ist ebenfalls besonders anfällig für einen Anstieg des Meeresspiegels. Die Landmasse nimmt ab, während sich gleichzeitig die Meere ausbreiten. Das Süßwasserröhricht der Weihen droht vom Salz zu verschlammen. Doch bereits jetzt wird den Rohrweihen der Lebensraum eng. Der Mensch hat viel Röhricht trocken gelegt, um Ackerland zu gewinnen. Daher nisten die Weihen nun auf Feldern – und das kann ihnen gefährlich werden.

Wenn man bedenkt, dass der Meeresspiegel in den nächsten 100 bis 200 Jahren um einen oder zwei Meter ansteigen wird, bedeutet das bei jedem Gezeitenwechsel bis zu zweieinhalb Meter an zusätzlichem Wasser. Diese Entwicklung gilt es aufzuhalten, damit Tiere in allen Feuchtgebieten der Welt geschützt und vor dem Aussterben bewahrt werden können.

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