Töten für den Frieden
Mittwoch, 01. Dezember 2010
23.25 – 23.55 Das Erste
Die Politik, die Kirche und der Krieg
Ein Film von Tilman Jens

Im zehnten Jahr des Afghanistan-Krieges hat es den Anschein, als gehörten die Soldatensärge mit Helm und Deutschlandflagge allmählich zum traurigen Teil des Alltags, so wie die Straßenverkehrstoten eben auch.
Auch Vertreter der Kirchen reihen sich ein in die Schar der Fürsprecher und preisen, wie der evangelische Militärseelsorger in Kunduz, die Soldaten als “Krieger des Lichts”. Was hat sich da verändert?
Der Bericht des NDR dokumentiert die Stationen einer schleichenden Wandlung und hinterfragt die ethischen Grundlagen des Krieges. Töten für den Frieden? Vaterlandsverteidigung am Hindukusch? Oder aber: “Nichts ist gut in Afghanistan”, wie es die einstige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann formulierte?
Autor Tilman Jens hat mitten im afghanischen Kriegsgebiet Soldaten über die im Kreis der Truppe oft tabuisierten Themen Sterben und Töten befragt und diskutiert mit nachdenklichen Zivilisten – vom Theologen Wolfgang Huber bis zur Politikerin Antje Vollmer – am Beispiel Afghanistan die moralische Rechtfertigung des Krieges und mögliche Grenzen des Fünften Gebots “Du sollst nicht töten”.
Sendung bewerten:



An der ironischen Art der Kommentierung durch Ulrich Wickert erkent man die Ideologen.
Die, die so oberflächlich so ein komplexes und schwieriges Thema betrachten, die trugen früher Mao auf dem T-Shirt.
„Es gibt keinen gerechten Krieg, schon gar keinen gerechten Angriffskrieg“. So ein Schwachsinn.
Die Amerikaner haben durch einen Angriffskrieg von Amerika nach Europa kommend damals das Naziregime beseitigt und den Holocaust beendet. Wie geschichtsvergessen gerade angesichts unserer Geschichte und völlig unlogisch denkend muss man sein,um auf die absurde Idee zu kommen, dass man für Frieden nicht töten muss. Wir töten in Deutschland sogar für Fortschritt durch Mobilität, 5000 Menschen jedes Jahr. Und 80.000 Schwerstverletze.
Um zu wissen was bei dieser schwierigen Entscheidung richtig ist, muss man sachlich das Für und Wieder wie bei Stuttgard 21 abwägen, und dann wird man merken, wie einfältig arroganten Friedens-Ideologen sind, die denken sie wären schlauer als der Rest der demokratischen Welt oder als die meisten an den Stammtischen.