Überleben in Pakistan

Sonntag, 20. März 2011

21.45 – 22.30 Phoenix
Die Flut und ihre Folgen – Ein Film von Peter Kunz

Das ist alles, was vom Krankenhauskomplex Madyan übrig ist. Es hatte 7 Gebäude. Bild: PHOENIX/ZDF-Studio Singapur
Nach der verheerenden Flut in Pakistan im August 2010 kamen Spendengelder in zweistelliger Millionenhöhe zusammen, die für Versorgung und Wiederaufbau verwendet werden. Pakistan hat bisher allen düsteren Voraussagen zum Trotz als Staat überlebt.

Auch deshalb, weil die Menschen dort kraftvoll mit Chaos und Ungewissheit umgehen. Peter Kunz, Südasienkorrespondent ist für PHOENIX mit seinem Team noch einmal in die verwüsteten Orte gefahren, um zu zeigen, wie die Betroffenen mit dem Verlust geliebter Menschen und ihres Zuhauses umgehen.

Obstbauern, die das Team im Swattal trifft, wurden innerhalb der letzten Jahre zwei Mal von ihren Gehöften vertrieben. Erst durch die Taliban, dann durch die Flut. Doch sie klagen nicht, sondern packen an. Der Film berichtet vom Zorn über Feudalherren, die die Dörfer der ärmeren Leute bewusst fluten ließen, um ihre eigenen Äcker zu retten. Von den Kindern, die in die Zeit nach der Flut hineingeboren werden, und dem Leben, das sie erwartet.

Das Team besucht auch Projekte, die mit Hilfe von Spendengeldern entstanden sind. Dort, wo Bauern jetzt wieder neu aussäen können, nachdem die Ernte verloren gegangen ist. Wo in mobilen Schulen manches Mädchen und mancher Junge jetzt tatsächlich zum ersten Mal lernen darf. Wo Trauma-Therapeuten den Familien helfen, den schwierigen Alltag nach der Flut zu bewältigen. Pakistan bleibt ein dem Untergang geweihtes Land. Auch, nachdem der Strom sich wieder weitgehend in sein Bett zurückgezogen hat. Der politisch instabile Staat ist nach den Folgen des Monsuns zusätzlich angeschlagen.

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