Uganda – Der Weg zum Fahrradtaxi

Mittwoch, 19. Dezember 2012

09.40 – 10.35 Arte
360° – Geo Reportage. Frankreich/Deutschland 2008, Regie: Andreas Frowein, Winnie Gamisha.

Es gibt kaum etwas, das in Uganda nicht auf dem Fahrrad transportiert wird. Bild: ARTE  / © Medienkontor FFP/Winnie Gamisha/Andreas Frowein

Die Region nördlich des Victoriasees in Uganda ist mit ihren vielen Hügeln und Bergen für Fahrräder eigentlich kein geeignetes Terrain. Gleichwohl wird hier auf Drahteseln fast alles transportiert: Bananenstauden, Wellblechdächer, frischer Fisch – und Fahrgäste. Denn für Motorräder und Autos fehlt den meisten Menschen hier das Geld. So kann sich jeder glücklich schätzen, der ein eigenes Fahrradtaxi besitzt, ein „Boda-Boda“. Denn mit den Einnahmen aus dem Boda-Boda-Geschäft lässt sich eine Familie gut ernähren. „360° – Geo Reportage“ begleitet einen Boda-Boda-Fahrer beim Erwerb seines heiß ersehnten eigenen Gefährts. (Bild: ARTE / © Medienkontor FFP/Winnie Gamisha/Andreas Frowein)

Der Süden Ugandas am berühmten Victoriasee ist eine von Hügeln und Bergen geprägte Region und somit nicht dafür prädestiniert, sich per Fahrrad fortzubewegen. Doch da Motorroller und Autos für die meisten der hier lebenden Menschen unerschwinglich sind, bleiben Fahrräder ein beliebtes Fortbewegungs- und Transportmittel. Sie dienen auch als Taxis: Man nennt sie Boda-Bodas.

Der 28-jährige Joseph Mukisa ist seit gut acht Jahren Boda-Boda-Fahrer. Mit seinem Fahrradtaxi durchstreift er fast täglich die Straßen seines Stammreviers in Jinja, einer Stadt nahe der berühmten Nilquelle. Doch das Rad, auf dem Joseph sitzt, gehört ihm nicht. Seit sein eigenes Boda-Boda gestohlen wurde, muss er täglich Geld für die Miete eines geliehenen Rads ausgeben. Lange schon wünscht er sich wieder ein eigenes Boda-Boda. Doch da ist der hohe Anschaffungspreis.

Hilfe verspricht sich Joseph Mukisa vom „First African Bicycle Information Office“. Die Helfer der Organisation wissen, wie wichtig Fahrräder für das öffentliche Leben Ugandas sind. Ohne die Drahtesel blieben viele Waren bei den Produzenten liegen, kranke Menschen kämen in Notfällen nicht ins Hospital und Fahrrad-Chauffeure wie Joseph Mukisa hätten keine Arbeit. FABIO unterstützt Interessenten beim Erwerb des eigenen Fahrrads, bietet selbst fabrikneue Räder zu subventionierten Preisen an oder vereinbart mit den Käufern faire Ratenzahlungen.

Auf diese Konditionen setzt auch die Kioskbesitzerin Florence Musoke. Sie lebt außerhalb von Jinja und benötigt ein neues Rad für ihre täglichen Wareneinkäufe. „360° – Geo Reportage“ zeigt den Alltag im Fahrradland Uganda und die Möglichkeiten, zu einem fabrikneuen Rad zu kommen.

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