Vertrieben in der Karibik

Sonntag, 13. November 2011

21.45 – 22.30 Phoenix
Das Volk der Garifuna – Ein Film von Stefan Schaaf

Die freien Garifuna wurden zu echten Helden der Karibik. Bild: PHOENIX/ARD-Studio Mexiko

1635 kenterten vor der Küste der karibischen Insel St. Vincent zwei Sklavenschiffe im Sturm. Einige Dutzend der Afrikaner, die von Nigeria aus verschleppt worden waren, konnten sich an Land retten – und damit begann eine wenig bekannte und um so faszinierendere Geschichte.

Die ehemaligen Sklaven vermischten sich mit den Ureinwohnern der Insel, den Kariben, und so entstanden die „Garifuna“. Über ein Jahrhundert lang lebten sie als freie Menschen auf ihrer Insel, umgeben von feindlichen Kolonialmächten wie den Engländern oder Franzosen, die gnadenlos die Sklaverei praktizierten. Und so wurden die freien Garifuna zu echten Helden der Karibik.

Doch es waren leider auch tragische Helden, denn irgendwann wurden sie von den übermächtigen Engländern besiegt und dann von Insel zu Insel gehetzt, bis sie sich schließlich in Mittelamerika niederließen. Heute leben die rund 100.000 Garifuna in Belize, Honduras, Guatemala, Nicaragua und nicht zuletzt den USA. Sie haben es geschafft, über diese Ländergrenzen hinweg ihre eigene Kultur und Sprache, das Igneri, zu erhalten – auch das macht sie zu echten Helden der Karibik.

Das Team des ARD-Studios Mexikos verfolgt die Spuren der Garifuna von St. Vincent bis nach Belize und reist so durch fast die gesamte Karibik. Gerade ihre Musik erlebt auch international eine Renaissance. Und die Kultur der Garifuna zählt die UNESCO im übrigen zu den Meisterwerken des „mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“.

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