Ebola im Kongo: Kinder besonders betroffen

By Nima

Beim aktuellen Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind bisher mindestens 189 Kinder ums Leben gekommen. Damit machen Kinder mehr als ein Fünftel der bestätigten Todesfälle aus. Viele weitere Kinder leben in großer Angst und benötigen psychologische Unterstützung, weil sie Angehörige verloren haben.

Für Kinder, die bereits durch die Kämpfe im Ostkongo vertrieben wurden, bedeutet der Ausbruch eine zusätzliche Krise. Sie sind nicht nur von Gewalt und Flucht betroffen, sondern nun auch von Krankheit, Verlust und erneuter Unsicherheit.

Hunderte Kinder nachweislich infiziert

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bislang 476 Infektionen bei Kindern bestätigt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die tatsächliche Zahl höher liegt.

Kinder in den betroffenen Gemeinden stehen unter enormer seelischer Belastung. Ohne angemessene Hilfe können traumatische Erfahrungen langfristige Folgen haben. Betroffen sein können die kognitive Entwicklung, das emotionale Wohlbefinden sowie die körperliche und psychische Gesundheit.

Schutzräume helfen Kindern bei der Verarbeitung

Mitarbeitende von Save the Children berichten aus Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, dass sich das Verhalten einiger Kinder durch die Krankheit verändert habe. Viele hielten inzwischen Abstand zu anderen und mieden engen Kontakt.

Die Kinderrechtsorganisation betreibt in der Region mehr als 18 Schutz- und Spielräume. Dort erhalten Kinder sichere Orte, an denen sie schwierige Erlebnisse verarbeiten können. Spiele, kreative Angebote, Entspannungsübungen und angeleitete Gespräche sollen ihnen helfen, Resilienz aufzubauen und wieder Kontakt zu Gleichaltrigen zu finden.

Dabei werden Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle berücksichtigt. In den mobilen und stationären Schutz- und Spielräumen gelten verstärkte Hygiene- und Abstandsregeln.

Mehr als 4.000 Kinder haben dort bereits psychologische und psychosoziale Unterstützung von Save the Children erhalten.

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Viele Kinder haben Gewalt, Verlust und Vertreibung erlebt

Dr. Babou Rukengeza, Leiter der Ebola-Nothilfe von Save the Children in der Demokratischen Republik Kongo, erklärte, viele Kinder hätten bereits Gewalt erfahren, Angehörige durch Ebola verloren oder wiederholte Vertreibungen erlebt.

Die Schutz- und Spielräume böten ihnen ein sicheres Umfeld, in dem sie sich ausdrücken, Vertrauen zurückgewinnen und wieder Kind sein könnten. Kinder hätten zwar oft eine natürliche Fähigkeit, Belastungen zu verarbeiten. Entscheidend sei jedoch eine einfühlsame sozial-emotionale Betreuung durch verlässliche Bezugspersonen.

Sorge vor weiteren Trennungen von Familien

Save the Children rechnet damit, dass weitere Kinder vorübergehend außerhalb ihrer Familien betreut werden müssen. Grund dafür ist, dass sie durch Erkrankung oder Tod von Angehörigen von ihren Bezugspersonen getrennt werden können.

Viele Familien sorgen sich außerdem darum, ob ihre Kinder im September wieder zur Schule gehen können. Die Unsicherheit bleibt groß, weil weiterhin neue Ebola-Fälle gemeldet werden.

Save the Children fordert mehr Unterstützung

Angesichts der anhaltenden Ausbreitung ruft Save the Children die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Mittel für Kinderschutz, medizinische Hilfe sowie psychologische und psychosoziale Unterstützung bedarfsgerecht zu erhöhen.

Die Organisation ist seit 1994 in der Demokratischen Republik Kongo tätig. Gemeinsam mit 13 lokalen Organisationen, internationalen Partnern und staatlichen Stellen unterstützt Save the Children Kinder und Familien in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Kinderschutz sowie Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste.

Über Save the Children

Save the Children wurde 1919 von der britischen Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb gegründet. Ursprünglich wollte sie Kinder in Deutschland und Österreich nach dem Ersten Weltkrieg vor Hunger schützen.

Heute ist Save the Children eine der größten unabhängigen Kinderrechtsorganisationen weltweit und in rund 100 Ländern aktiv. Die Organisation setzt sich besonders für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen ein. Ziel ist eine Welt, in der Kinderrechte geachtet werden und alle Kinder gesund, sicher und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Save the Children Deutschland e.V./Veröffentlicht am 22.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.