Ersthelfenden-Alarmierung jetzt bundesweit ausbauen

By Nima

Ein Zusammenschluss aus Fachgesellschaften, Hilfsorganisationen, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren setzt sich für eine bundesweit einheitliche, kurzfristige, flächendeckende und verpflichtende Einführung der Smartphone-basierten Ersthelfenden-Alarmierung (SbEA) ein. Mit einem gemeinsamen Positionspapier will der „Runde Tisch SbEA“ die Reanimationsversorgung in Deutschland spürbar verbessern.

Ausgangspunkt ist die weiterhin geringe Überlebensrate nach einem außerklinischen Herzkreislaufstillstand. Jedes Jahr sind etwa 120.000 Menschen betroffen, während nur rund zehn Prozent überleben. Nach Einschätzung der Bündnisvertreter seien die ersten Minuten nach einem Herzstillstand von entscheidender Bedeutung, da ohne sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen bereits nach drei bis fünf Minuten nicht mehr rückgängig zu machende neurologische Schäden eintreten könnten. Da Rettungsdienste im Durchschnitt erst nach etwa neun Minuten am Einsatzort eintreffen, entstehe eine kritische behandlungsfreie Zeit, die die Überlebenschancen deutlich verschlechtere.

Internationale Empfehlungen, darunter die Leitlinien des European Resuscitation Council sowie die aktuelle Stellungnahme der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung, sprechen sich ausdrücklich für eine strukturierte Alarmierung qualifizierter Ersthelfender aus. Studien aus mehreren europäischen Ländern belegen auf evidenzbasierter Grundlage, dass SbEA-Systeme die Überlebensrate um das Zwei- bis Dreifache steigern können. Auch in Deutschland gebe es bereits seit Jahren funktionierende und erprobte Modelle, die in zahlreichen Kommunen erfolgreich eingesetzt würden und nachweislich Leben gerettet hätten.

Trotz dieser Faktenlage ist die Umsetzung der SbEA in Deutschland bislang nicht flächendeckend erfolgt. Unterschiedliche rechtliche Vorgaben, fehlende Standards und eine nicht dauerhaft gesicherte Finanzierung hätten zu einem Nebeneinander lokaler Einzellösungen geführt. Diese Hürden verzögerten die bundesweite Einführung und wirkten sich unmittelbar auf die Versorgungssicherheit aus. Hinzu kämen erhebliche volkswirtschaftliche Belastungen, die ersten Berechnungen zufolge bei rund 35 Milliarden Euro pro Jahr liegen.

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Vor diesem Hintergrund sieht das Bündnis einen dringenden politischen Handlungsauftrag, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Reform der Notfall- und Akutversorgung. Aus seiner Sicht seien die Voraussetzungen für eine moderne und belastbare Reanimationsversorgung bereits vorhanden – wissenschaftlich, organisatorisch und technologisch.

Im Positionspapier werden drei zentrale Forderungen formuliert. Erstens müsse die SbEA in allen Bundesländern kurzfristig, flächendeckend und verpflichtend eingeführt werden. Zweitens brauche es eine vollständige und nachhaltige Regelfinanzierung der Systeme durch Bund und Länder. Drittens seien verbindliche, leitlinienorientierte Qualitätskriterien und Standards erforderlich, einschließlich der Einbindung von AED-Standorten und der Nutzung bereits bestehender Vorgaben.

Der „Runde Tisch SbEA“ macht deutlich, dass aus seiner Sicht jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sei, diese Möglichkeit zu nutzen, und fordert politische Entscheidungsträger in Bund und Ländern zum Handeln auf.

Das vollständige Dokument kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://kurzlinks.de/23bg

Der „Runde Tisch SbEA“ wurde 2023 gegründet und versteht sich als Forum für den Austausch über Entwicklungen, Herausforderungen und gemeinsame Standards der Smartphone-basierten Ersthelfenden-Alarmierung in Deutschland. Sein Ziel besteht darin, die SbEA bundesweit dauerhaft zu verankern und langfristig in die Regelversorgung zu überführen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Malteser in Deutschland/Veröffentlicht am 21.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.