Mädchen nach Flut in Nepal besonders gefährdet

By Nima

Einen Monat nach der verheerenden Sturzflut in Nepal leben weiterhin mehr als 1.000 Menschen in Notunterkünften. Besonders für Mädchen bringt die Situation nach Einschätzung von Save the Children erhebliche Risiken mit sich.

Mädchen berichteten Mitarbeitenden der Kinderrechtsorganisation, dass sie sich in Gemeinschaftsunterkünften unsicher fühlten, weil sich dort auch unbekannte Personen aufhielten. In Zeltlagern am Rand von Städten verschärft eine unzureichende Beleuchtung die Lage in der Nacht zusätzlich.

Auch Familien, die weit entfernt von ihren Heimatorten Zimmer angemietet haben, fehlt häufig der Schutz durch ihre vertraute Gemeinschaft.

Gefahr von Gewalt und Ausbeutung steigt

Save the Children warnt davor, dass bestehende Risiken wie Gewalt, Menschenhandel, Ausbeutung und Frühverheiratung infolge der Katastrophe weiter zunehmen könnten.

Besonders problematisch ist die Situation vor dem Hintergrund bereits bestehender gesellschaftlicher Strukturen. Laut der Volkszählung von 2021 war mehr als ein Drittel der Mädchen in Nepal bei ihrer Hochzeit noch minderjährig.

Frühverheiratung kann weitreichende Folgen haben. Mädchen, die bereits im Kindesalter verheiratet werden, brechen häufiger die Schule ab, werden früher schwanger und verfügen oft über weniger Möglichkeiten, selbst über ihr Leben zu entscheiden. Zugleich sind sie einem erhöhten Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.

Schulbesuch bietet auch Schutz

Tara Chettry, Länderdirektorin von Save the Children in Nepal, weist darauf hin, dass Mädchen nach Krisen häufig besonders schnell den Zugang zu Bildung verlören und besonders spät wieder in die Schule zurückkehrten.

Jeder zusätzliche Tag ohne Schulbesuch bedeute zugleich weniger Schutz. Deshalb müssten die Rechte, die Sicherheit und die Zukunftschancen von Mädchen bei Hilfsmaßnahmen und beim Wiederaufbau eine zentrale Rolle spielen.

Menschenhandel bleibt großes Risiko

Neben Gewalt und Frühverheiratung sieht Save the Children auch ein erhöhtes Risiko für Menschenhandel.

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Zwischen 2024 und 2025 wurden der Polizei mehr als 11.500 Frauen und Mädchen als vermisst gemeldet. Nach Angaben der Nationalen Menschenrechtskommission blieb fast jede vierte von ihnen unauffindbar.

Berichte von Überlebenden zeigen zudem, dass 41 Prozent der Betroffenen zur Prostitution ausgebeutet wurden. Mehr als ein Drittel der registrierten Opfer waren Mädchen.

Tausende Tote und Vermisste nach der Flut

Die Sturzflut vom 26. August hat verheerende Folgen hinterlassen. Mindestens 1.400 Menschen kamen ums Leben, rund 5.700 werden weiterhin vermisst.

Save the Children hat seit der Katastrophe nach eigenen Angaben mehr als 7.500 Menschen mit Nothilfe unterstützt, darunter etwa 2.300 Kinder.

Schutzmaßnahmen in Camps werden verstärkt

Gemeinsam mit lokalen Behörden und Partnerorganisationen versucht Save the Children, die Sicherheitsmaßnahmen in den Notunterkünften zu verbessern.

Dazu gehören Aufklärung über geschlechtsspezifische Gewalt und Frühverheiratung sowie psychosoziale Unterstützung.

Außerdem unterstützt die Organisation die Polizei an Kontrollpunkten dabei, Hinweise auf Menschenhandel und Ausbeutung frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Gefährdete Personen sollen so schneller Zugang zu Schutz- und Hilfsangeboten erhalten.

Save the Children seit 1976 in Nepal aktiv

Save the Children arbeitet bereits seit 1976 in Nepal.

Die Organisation unterstützt Kinder und Familien dort unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, Bildung, Kinderschutz, Kinderrechtspolitik, Gleichstellung der Geschlechter, Anpassung an die Klimakrise und Bekämpfung von Kinderarmut.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Save the Children Deutschland e.V./Veröffentlicht am 24.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.