Im Osten Pakistans ereignet sich aktuell die schwerste Flutkatastrophe der Landesgeschichte. Besonders die Provinz Punjab ist massiv betroffen: Nach Angaben der Behörden stehen mehr als zwei Millionen Menschen im Wasser, über 1.400 Dörfer sind vollständig überflutet. Seit Beginn der Regenzeit Ende Juni kamen landesweit mindestens 849 Menschen ums Leben, über 1.100 weitere wurden verletzt. Neben Wohnhäusern und Schulen sind auch Ernten zerstört worden – zahlreiche Familien haben damit ihre Lebensgrundlage verloren.
Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, unterstützt die von Caritas Pakistan gestartete Soforthilfe mit 50.000 Euro. Die Organisation betont, dass viele Betroffene in kürzester Zeit alles verloren hätten – von ihrem Zuhause über Vorräte bis hin zum Vieh – und dass jede Unterstützung ein Stück Hoffnung schenke.
Das Hilfsprogramm von Caritas Pakistan, das weltweit vom Caritas-Netzwerk getragen wird, soll rund 40.000 Menschen erreichen. Vorrang haben Lebensmittelpakete, sauberes Trinkwasser, Notunterkünfte, Entwässerungspumpen und eine schnelle medizinische Versorgung, um Krankheitsausbrüche einzudämmen.
Die aktuellen Ereignisse verdeutlichen erneut, wie anfällig Pakistan gegenüber den Folgen der Klimakrise ist. Das Land zählt weltweit zu den am stärksten betroffenen Staaten. Bereits 2022 hatte es eine der verheerendsten Fluten seiner Geschichte erlebt, bei der mehr als 33 Millionen Menschen betroffen waren. Damals konnte Caritas international dank eines bestehenden Netzwerks rasch eingreifen – und baut auch diesmal auf diese Strukturen, um gezielt und direkt zu helfen.
Um die Nothilfe langfristig sichern zu können, ruft Caritas international dringend zu Spenden auf.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Caritas international/Veröffentlicht am 05.09.2025