Schulen sind nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sondern auch Räume, in denen junge Menschen früh Verantwortung übernehmen. Genau an diesem Punkt setzt das Schulprojekt der DKMS an. Seit 2004 stellt die Organisation unter dem Motto „Dein Typ ist gefragt“ bundesweit Unterrichtsmaterialien für Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildende Schulen bereit und organisiert Registrierungsaktionen. Diese Initiative zeigt große Wirkung: Mehr als 7.100 Aktionen wurden bereits durchgeführt, über 10.000 registrierte Schülerinnen und Schüler haben seither Stammzellen gespendet. Einer von ihnen ist der 18-jährige Leon aus Strohte bei Korbach.
Leon Hohmann meldete sich im Frühjahr 2025 im Alter von 17 Jahren bei einer Aktion an den BSK Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen an. Zunächst habe er sich eher spontan seinen Mitschülern angeschlossen und sei sich anfangs nicht sicher gewesen, worum es genau gehe. Nach dem Informationsvortrag habe er jedoch verstanden, worum es bei der Registrierung geht, und sich bewusst dafür entschieden.
Etwa ein Jahr später kam Leon als potenzieller Spender infrage. Es folgten umfassende medizinische Untersuchungen und ein Gesundheitscheck. Diese habe er rückblickend als weniger belastend empfunden als erwartet und sich währenddessen gut betreut gefühlt. Zudem habe ihm die Erfahrung geholfen, persönliche Ängste im Umgang mit medizinischen Situationen zu überwinden.
Zur Vorbereitung auf die Spende verabreichte sich Leon über mehrere Tage den Wachstumsfaktor G-CSF, der die Anzahl der Stammzellen im Blut erhöht. Die eigentliche Spende erfolgte über die periphere Stammzellentnahme, ein Verfahren, das in den meisten Fällen angewendet wird und bei dem Stammzellen aus dem Blut gewonnen werden. Trotz anfänglichem Respekt vor dem Eingriff blickt Leon positiv zurück und hofft, mit seiner Spende einem Menschen geholfen zu haben.
Auch seine Mutter begleitete ihn während des gesamten Prozesses und empfindet die Erfahrung als etwas Besonderes. Für sie ist es bedeutsam, dass ihr Sohn nicht nur persönlich daran gewachsen ist, sondern gleichzeitig die Chance hatte, einem anderen Menschen zu helfen.
Junge Menschen sind entscheidend
Bei der Suche nach passenden Spendern spielt insbesondere die Beteiligung junger Menschen eine zentrale Rolle. Ihre Stammzellen gelten als besonders leistungsfähig und können die Erfolgsaussichten einer Behandlung verbessern. Gleichzeitig scheiden viele ältere registrierte Personen altersbedingt aus der Datei aus. Daher ist es notwendig, kontinuierlich neue junge Menschen zu gewinnen. Aus Sicht der DKMS werden gerade junge Registrierte häufig bereits innerhalb der ersten Jahre nach ihrer Anmeldung als Spender ausgewählt und sind daher besonders wichtig für Betroffene.
Schulen als Schlüsselpartner
Schulen übernehmen im Rahmen des Projekts eine wichtige Funktion. Sie fördern nicht nur Wissen, sondern auch gesellschaftliches Engagement. Schülerinnen und Schüler setzen sich mit relevanten Themen auseinander, entwickeln Eigeninitiative und erleben, wie ihr Handeln konkrete Auswirkungen haben kann – beispielsweise durch die Organisation eigener Registrierungsaktionen.
Das Ziel der DKMS ist es, langfristig an möglichst vielen weiterführenden Schulen präsent zu sein und noch mehr junge Menschen für die Stammzellspende zu sensibilisieren. Wenn Schulen über den klassischen Lehrplan hinaus Werte vermitteln und Verantwortung fördern, entsteht ein Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Information und Engagement im Unterricht
Im Mittelpunkt des Schulprojekts stehen fundierte Aufklärung und verständliche Informationen. Dafür wurden spezielle Materialien und digitale Angebote entwickelt, die fächerübergreifend im Unterricht eingesetzt werden können. Am Ende eines Aktionstages halten die Schülerinnen und Schüler ein greifbares Ergebnis in den Händen: die Proben neu registrierter potenzieller Spender. Jede einzelne Registrierung bedeutet eine zusätzliche Chance für Menschen mit Blutkrebs weltweit.
Leon richtet abschließend einen klaren Appell an andere junge Menschen: Eine Registrierung könne zunächst abstrakt wirken, werde aber im Nachhinein als wertvolle Erfahrung wahrgenommen.
Die Dimension des Projekts zeigt sich auch in den Zahlen: Seit 2004 haben sich mehr als 3.400 Schulen beteiligt. Rund 670.000 Schülerinnen und Schüler haben sich registriert, und über 10.000 von ihnen haben Stammzellen gespendet – in insgesamt 53 Länder weltweit.
Weitere Informationen sind auf der Website der DKMS verfügbar.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von DKMS Donor Center gGmbH/Veröffentlicht am 24.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.