Fidel Castro hautnah

Dienstag, 16. November 2010

10.55-12.15 Arte
Dokumentarfilm, Frankreich 2009, Regie: Karl Zéro

Fidel Castro in den 60er Jahren. Bild: ARTE F / © Roger Pic/adoc-photos

Nach dem Erfolg seiner Satire über den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, die im Jahr 2007 mit dem renommierten französischen Filmpreis César ausgezeichnet wurde, und seiner im Herbst 2008 auf ARTE ausgestrahlten parodistischen Dokumentation „Being W“ über den US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush, schlüpft der französische Starkomiker Karl Zéro dieses Mal in die Haut des revolutionären Urgesteins Fidel Castro.

Fidel Castro, der fast 50 Jahre lang als kubanischer Regierungschef den USA die Stirn bot, gilt noch heute Vielen als Vorbild, auch südamerikanischen Staatsmännern. In der satirischen Dokumentation des französischen Komikers Karl Zéro schildert die letzte Hass- und Heldenfigur des Kalten Krieges im zwanglosen Plauderton ihre Sicht der Dinge, so als säße man gerade bei einem Mojito und einer Cohiba zusammen.

Mit bissigem Humor schildert Castro, wie er sich als unehelicher Sohn eines galizischen Einwanderers in der strengen Jesuitenschule – von seinen Klassenkameraden wegen seines überschäumenden Temperaments „El Loco“ („der Verrückte“) genannt – zum „Máximo Líder“ wandelte. Mit logischen Argumenten erklärt er, was der Gründer des Jesuitenordens, Ignacio de Loyola, und der führende Theoretiker des Kommunismus, Karl Marx, gemein haben: ihren Kampf um Gerechtigkeit.

Die Satire zeichnet ein überraschendes und zuweilen bewegendes Bild dieses Staatsmannes vom Format eines De Gaulle, Kennedy oder Mao.

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