Weltreisen: Plaza Latina – Mexikos Silberstreif

Samstag, 26. Juni 2010

16.00 – 16.30 Das Erste
Mythen um Real de Catorce
Ein Film von Stefan Schaaf

Die alte Silberminenstadt Real de Catorce versteckt sich im Hochland von San Luis Potosi. Der Weg hinauf in den abgelegenen, von Legenden und Mythen umrankten Ort ist beschwerlich und weit. Verfallene Minendörfer säumen die Strecke, bis, wie aus dem Nichts, der Ogarrio-Tunnel auftaucht.

Für die Huicholes hat Real de Catorce eine mythische Bedeutung - der Ort verkörpert die Welt der Sonne. Bild: SWR

Seine 1901 in den Fels getriebene Röhre misst knapp zweieinhalb Kilometer und ist der einzige Einlass nach Real de Catorce. Die alte Minenstadt wirkt wie eine Filmkulisse, kein neues Gebäude stört den Gesamteindruck. Silber wird hier nicht mehr gefördert, dafür kommen nun umso mehr Aussteiger, um sich hier niederzulassen. Und auch auf die Filmindustrie hat der Ort eine magische Anziehungskraft: „The Mexican“ mit Julia Roberts und Brad Pitt wurde hier unter anderem gedreht.

Für die Huicholes hat Real de Catorce eine mythische Bedeutung – der Ort verkörpert die Welt der Sonne. Das Wandervolk der Huicholes sucht in der Umgebung von Real de Catorce nach den „Peyoten“, den Kaktusfrüchten. Ihr Genuss ist in Mexiko nur den Huicholes erlaubt, sie verbinden damit viele Rituale. Und so gibt es rund um Real de Catorce wundersame Geschichten und Orte. In Xalatecas ist noch die größte Silbermine der Welt in Betrieb, in der Sierra Gorda kann man eine alte Klosterstraße befahren und in Xilitla betreibt ein exzentrischer Engländer einen surrealistischen Kunstgarten à la Salvatore Dali. Und über allem liegt der morbide Charme der Geisterstadt von Real de Catorce.

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