Nepal: Rund 540 Kinder ohne Eltern oder Begleitung

By Nima

Zwei Wochen nach der verheerenden Sturzflut in Nepal sind nach Schätzungen rund 540 Kinder von ihren Eltern getrennt oder ohne Begleitung. Hunderte weitere Kinder werden weiterhin vermisst.

Save the Children setzt sich vor Ort für den Schutz betroffener Kinder ein und unterstützt gemeinsam mit Partnerorganisationen Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten.

Mehr als 1.200 Kinder leben in Notunterkünften

Eine Bestandsaufnahme des Nationalen Kinderrechtsrats und von Kinderschutz-Expertinnen und -Experten, darunter Save the Children, zeigt den gestiegenen Bedarf an Familiensuche und Familienzusammenführung.

Demnach leben derzeit 1.233 Kinder in Notunterkünften. 102 von ihnen sind unbegleitet. Weitere 439 Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und werden aktuell von Verwandten betreut.

In den Distrikten Rasuwa und Nuwakot gelten laut der Bestandsaufnahme etwa 630 Kinder weiterhin als vermisst.

Gefahr von Gewalt und Menschenhandel

Besonders gefährdet sind Kinder, die ohne ihre Familien in Gemeinschaftsunterkünften leben. Save-the-Children-Länderdirektorin Tara Chettry warnt, dass unbegleitete und von ihren Familien getrennte Kinder einem erhöhten Risiko von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt seien. Dazu zähle auch Menschenhandel.

Save the Children und Partnerorganisationen unterstützen deshalb die Polizei an Kontrollpunkten. So soll Menschenhandel verhindert und der illegale Transport von Kindern unterbunden werden.

Schutzräume und provisorische Lernzentren

In den von Save the Children eingerichteten Schutz- und Spielräumen sollen Kinder Sicherheit, Betreuung und etwas Alltag zurückgewinnen. Kleinkinder spielen dort unter anderem mit Spielzeug, während andere Kinder in provisorischen Lernzentren Englisch schreiben üben.

Eine psychosoziale Beraterin beschreibt, dass viele Kinder einander stützten. Kleinkinder könnten die Tragweite der Katastrophe kaum erfassen. Ältere Kinder versuchten, stark zu bleiben, hätten aber Albträume und Angst.

Siehe auch  20. November: Internationaler Tag der Kinderrechte

Viele Kinder können noch nicht zurück in die Schule

In einzelnen Gemeinden wie Bidur wurde der Unterricht inzwischen wieder aufgenommen. Für viele durch die Flut vertriebene Kinder ist ein Schulbesuch jedoch weiterhin nicht möglich.

Save the Children fordert, dass alle Kinder so schnell wie möglich wieder Unterricht erhalten. Das gelte auch für Kinder in Notunterkünften und für diejenigen, deren Schulen zerstört oder beschädigt wurden.

Nothilfe erreicht mehr als 6.100 Menschen

Die Nothilfe von Save the Children hat nach Angaben der Organisation bislang mehr als 6.100 Menschen unterstützt, darunter über 2.220 Kinder.

Die Einsatzteams erreichen zunehmend weitere Gebiete und verteilen unter anderem Haushalts- und Kochsets sowie Moskitonetze.

Seit 1976 in Nepal aktiv

Save the Children unterstützt Kinder und Familien in Nepal seit 1976. Die Kinderrechtsorganisation arbeitet dort unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, Bildung, Kinderschutz, Kinderrechtspolitik, Gleichstellung der Geschlechter, Anpassung an die Klimakrise und Kinderarmut.

Nach der Sturzflut liegt der Schwerpunkt der aktuellen Hilfe auf Schutz, Versorgung und der schnellen Rückkehr betroffener Kinder in sichere Lernumgebungen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Save the Children Deutschland e.V./Veröffentlicht am 09.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.