Die SPD-Bundestagsfraktion weist die aus einer internen Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt bekannt gewordenen Überlegungen zu Einschnitten beim Unterhaltsvorschuss klar zurück.
Die familienpolitische Sprecherin Jasmina Hostert machte deutlich, dass Einsparungen an dieser Stelle zulasten von Kindern und Alleinerziehenden gehen würden. Der Unterhaltsvorschuss sei keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine wesentliche Absicherung für viele Kinder, wenn ein Elternteil seiner finanziellen Pflicht nicht nachkomme. Gerade Alleinerziehenden gebe diese Unterstützung im Alltag Verlässlichkeit und helfe dabei, finanzielle Notlagen zu vermeiden.
Aus Sicht der SPD-Fraktion wäre eine Rücknahme der bisherigen Reformen ein erheblicher sozialpolitischer Rückschritt. Die Erweiterung des Anspruchs sowie der Verzicht auf zeitliche Begrenzungen hätten für mehr Planungssicherheit gesorgt und das Armutsrisiko gesenkt. Diese Fortschritte nun wieder infrage zu stellen, würde nach Auffassung Hosterts weniger Stabilität, mehr Unsicherheit und zusätzlichen Druck für Familien bedeuten, die ohnehin knapp kalkulieren müssten. Das sei weder fair noch verantwortbar und widerspreche dem Ziel, Kinderarmut wirksam einzudämmen.
Auch der Kinderbeauftragte Truels Reichardt sprach sich klar gegen Kürzungen aus. Statt bei besonders belasteten Familien Leistungen zu reduzieren, müsse der Blick auf die eigentlichen Schwächen des Systems gerichtet werden. Die geringen Rückholquoten beim Unterhalt seien kein Hinweis auf zu hohe Leistungen, sondern zeigten vor allem Defizite in der Verwaltung und beim Datenaustausch. Bund, Länder und Kommunen müssten hier gemeinsam für bessere Strukturen sorgen. Wer leistungsfähig sei und sich seiner Verantwortung dennoch entziehe, müsse künftig konsequenter zur Zahlung verpflichtet werden.
Nach Einschätzung Reichardts würde ein solcher Ansatz dem Kindeswohl dienen, öffentliche Haushalte entlasten und zugleich das Vertrauen in den Unterhaltsvorschuss stärken. Für die SPD-Bundestagsfraktion sei die Linie eindeutig: mehr Effizienz im System, aber keine Kürzungen bei den Leistungen. Entscheidend bleibe, Kinder zu schützen, Alleinerziehende zu stärken und soziale Sicherheit verlässlich zu gewährleisten.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von SPD-Bundestagsfraktion/Veröffentlicht am 20.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.