Streumunition: Opferzahlen steigen stark

By Nima

Der am 8. September veröffentlichte Streubomben-Monitor 2026 zeigt einen deutlichen Anstieg der Opferzahlen durch Streumunition. Im Jahr 2025 wurden weltweit 1.063 Menschen durch Streumunition getötet oder verletzt.

87 Prozent der dokumentierten Opfer waren Zivilistinnen und Zivilisten. Die Hilfsorganisation Handicap International, Mitherausgeberin des Monitors, fordert deshalb mehr finanzielle Unterstützung für Opferhilfe, Räumung und Gefahrenaufklärung.

Ukraine verzeichnet die meisten Opfer

Angriffe mit Streumunition wurden laut Monitor durch den Iran, Myanmar, Russland, Thailand und die Ukraine dokumentiert. Die höchste Opferzahl wurde in der Ukraine registriert.

Dort wurden mindestens 927 Menschen durch Streumunition getötet oder verletzt. 902 Fälle gingen auf Angriffe zurück, 25 auf Munitionsrückstände. Damit lag die Zahl der Opfer in der Ukraine mehr als viermal so hoch wie im Jahr 2024, als 208 Opfer verzeichnet wurden.

Blindgänger bleiben jahrelang gefährlich

Auch alte Munitionsrückstände stellen weiterhin eine große Gefahr dar. Opfer durch Blindgänger wurden 2025 in neun Ländern dokumentiert. Dazu zählen Syrien mit 68 Fällen, die Ukraine mit 25 Fällen, Laos mit acht Fällen und Afghanistan mit fünf Fällen.

Mindestens 29 Staaten und Gebiete sind weiterhin mit Blindgängern kontaminiert. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte nach Angaben des Monitors deutlich höher liegen als die dokumentierten Fälle.

Kinder besonders gefährdet

Handicap International weist darauf hin, dass Zivilistinnen und Zivilisten Jahr für Jahr die große Mehrheit der Opfer stellen. Betroffen seien Menschen sowohl durch aktuelle Angriffe als auch durch Blindgänger aus früheren Konflikten.

Besonders gefährdet sind Kinder. Sie können die kleinen, teils glänzenden Sprengkörper mit Spielzeug oder harmlosen Gegenständen verwechseln. Als Beispiel verweist die Organisation auf den sechsjährigen Mahmoud aus Syrien, der nach der Rückkehr seiner Familie nach Hause eine Metallkugel aufgehoben hatte.

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Warum Streubomben so gefährlich sind

Streubomben enthalten bis zu mehrere Hundert kleinere Sprengkörper. Diese verteilen sich bei der Explosion über große Flächen und treffen wahllos Menschen, Tiere, Häuser, Felder und Infrastruktur.

Besonders gefährlich ist die hohe Blindgängerquote. Bis zu 40 Prozent der Submunition explodieren beim Aufprall nicht. Sie können noch Jahre später bei geringster Berührung detonieren.

Damit bleiben Streubomben auch lange nach dem Ende eines Angriffs lebensgefährlich. Sie bedrohen spielende Kinder ebenso wie Landwirtinnen und Landwirte bei der Arbeit auf Feldern.

Streumunition ist international verboten

Der Streubomben-Monitor wird von der Internationalen Koalition gegen Streumunition herausgegeben. Handicap International ist Gründungsmitglied der Koalition und Mitglied der Redaktion.

Streumunition ist seit 2009 durch die sogenannte Oslo-Konvention verboten. Bis August 2026 haben sich 124 Staaten dem Verbotsvertrag verpflichtet.

Der Streubomben-Monitor 2026 umfasst den Berichtszeitraum 2025. Ergänzt wird er durch Zahlen aus dem Jahr 2026, sofern dafür bereits verlässliche Daten vorliegen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Handicap International e.V./Veröffentlicht am 08.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.